Bildungsstreik trotz Knüppeleinsatz

Heute demonstrierten tausende Schüler aufgrund des Bundesweiten Bildungsstreiks.
„Wir machen keinen Winterschlaf“ ist das Motto. In dem Sinn gingen heute viele Schüler und Studenten auf die Straßen in Städten wie Düsseldorf, Münster oder Essen.

Gegen 10 Uhr startete die Schülerdemo in Essen am Hirschplatz. Bei ausgelassener Stimmung trotz des schlechten Wetters machten die Schüler lautstark auf ihren Unmut über die katastrophalen Verhältnisse in unserem Bildungssystem aufmerksam. Immernoch schaut die Politik weg. Gelder fließen in Rüstung und Banken während die öffentlichen Schulen verrotten. Der Leistungsdruck wird größer, die Schulzeiten kürzer. Trotz dem Recht auf freie Bildung, werden wir gezwungen Studiengebühren zu zahlen.
Nach der Hälfte der gelaufenen Route traf die Sudentendemonstration auf den Schülerzug. Jetzt konnte mit einer Masse von ca. 2000 Demonstranten weiter gelaufen werden. Viele Passanten klatschten beim Anblick des Demonstrationszuges.

Gegen Mittag endete die Veranstaltung am Versammlungsplatz. Etwa die Hälfte der Schüler und Studenten entschlossen sich zu einer weiteren spontanen Demo durch die Innenstadt und den Essener Weihnachtsmarkt. Obwohl dies ihr gutes Rechts war, agierte die Polizei sehr agressiv und kesselte ca. 150 Leute (darunter viele Minderjährige, die erst recht nicht gekesselt werden dürften) ein.
Auf den Versuch einfach durch die Polizeimauer hindurch zu gehen reagierten die Polizisten mit Schupsen und Schlägen. Dabei wurde auf Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand der Demonstranten keine Rücksicht genommen.
Andere Polizisten bedrohten Schüler mit Knüppeln, und beleidigten diese.

Von der Provokation nicht eingeschüchtert lief ein Demonstrationszug von ca. 500 Leuten durch die Innenstadt in Richtung des CDU-Verwaltungsgebäudes, vor dessen Türen die Schüler und Studenten noch einmal lautstark auf ihre Unzufriedenheit aufmerksam machen wollten.
Die Polizei wollte dies nicht dulden und entschloss sich einzelne Teilnehmer willkürlich aus der Menge zu ziehen, diese zu schlagen und brutal auf den Boden zu drücken. Von dieser Brutalität geschockt kam der Zug der Schüler und Studenten zum Stehen.

Auch in Dortmund ging gestern der Bildungsstreik in die zweite Runde.
Dies geschah in Form des Bildungsstreik Aktionstag am Hauptbahnhof.
Um 16 Uhr wurde mit einer Eröffnungsrede begonnen. Danach spielte die erste Live-Band, eine Schülerband zu deren Musik ausgelassen getanzt wurde.
Danach kam eine weitere Rede und das repräsentative Spiel: „Bildungskegeln“.
Die Laune der ca. 300 Schüler, Studenten, Eltern und Interessenten war ebenfalls ausgelassen.
Zum ersten Mal wurde der offizielle Film zum letzten Bildungsstreik in Dortmund auf großer Leinwand gezeigt. Danach spielte eine weitere Live-Band.
Nach der Veranstaltung startete eine Gruppe von ca. 15 Schülern einen Flashmop in der Innenstadt, um auf den Bildungsstreikaktionstag aufmerksam zu machen.

Nicht gestört werden konnte die Veranstaltung durch 2 stadtbekannte Nazis, die sich abseits aufstellten um die Schüler und Studenten zu fotografieren.
Zum Schutz dieser Schritten etwa 20 Antifaschisten ein, die ohne Gewalt an zu wenden, sich den Nazis demonstrativ in den Weg stellten.
Diese zogen sich in das Gebäude der Dresdener Bank zurück, in dem sie sich eine halbe Stunde versteckten. Beim Verlassen des Gebäudes wurden sie von der Polizei aufgegriffen. Sie erhalten nun Anzeigen wegen Hausfriedensbruch

Wir verurteilen die feigen Angriffe der Polizisten auf Schüler und Studenten, und empören uns über den Versuch unsere friedliche Demonstration zu kriminalisieren.
Wir loben die gute Organisation der Demo seitens des Essener Bildungsstreik-Komitees und der Roten Antifa Duisburg.
Ebenfalls loben wir das Erscheinen und aktive Mitgestalten aller Schüler und Studenten bei den heutigen Bildungsstreiks.

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