Thomas Schulz, wir erinnern uns:

Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Dortmund. ‚Thomas Schulz gedenken – linke Freiräume erkämpfen!‘

Am 28. März 2005 traf der Punker Thomas Schulz, bekannt als Schmuddel, in der U-Bahnhaltestelle Kampstraße auf den damals 17-Jährigen Nazi-Skin Sven Kahlin, aus Kreisen der Skinheadfront Dortmund-Dorstfeld.
Es kam zu einem verbalen Konflikt und Beschimpfungen. Thomas ging Sven nach und stellte diesen aufgrund seiner national-sozialistischen Ideologie zur Rede.
Sven wartete bis seine U-Bahn einfuhr, und durchbohrte zielgenau Thomas’ Herz mit einem 15cm langen Messer.
Thomas verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus. Er hinterließ zwei Kinder.

Nach dem Mord an 3 Polizisten im Jahr 2000, steigt die Zahl rechter Morde in Dortmund auf Vier.
Die Todesfälle wurden in Kreisen der örtlichen Nazistrukturen offen gefeiert.

Seit den 70er Jahren gibt es in Dortmund immer öfter Übergriffe auf alternative Jugendliche, Antifaschisten/Innen, deren Wohnsitze, sowie dem Parteibüro der Linken und linken Buchläden und Jugendzentren.
Diese Entwicklung gipfelt sich in dem bewaffneten Überfall von 400 Nazis auf die DGB-Demonstration am vergangenen 1. Mai.
Heute leben wir in einem Dortmund, das bundesweit mit rechter Gewalt assoziiert wird.

Doch darf man nicht vergessen, dass es in Dortmund einen entschlossenen antifaschistischen Widerstand gibt, der aus mehreren autonomen Gruppen besteht, und sich dieser Entwicklung in den Weg stellt.
So rufen auch in diesem Jahr diese Gruppe zur Thomas Schulz Gedenkdemo auf. Unter dem Motto „Linke Freiräume erkämpfen“ wollen wir erneut auf die Straßen gehen. Setzt auch ihr ein Zeichen gegen Rassismus, Nationalismus und Sexismus denn – Dortmund ist auch eure Stadt!

Kommt zur Thomas Schulz Gedenkdemo | 03.04.10 | 16:00 Uhr |
Dortmund Hauptbahnhof (Vorplatz) | Linke Freiräume erkämpfen!