Aufruf: Internationaler Tag gegen Polizeibrutalität

Eine große Zahl antifaschistischer Aktionen stehen in NRW vor der Tür. Die Rote Hilfe läutet den „Demofrühling“ ein.
Auch wir ließen uns nicht lumpen, und entschieden uns kurzfristig eine Demonstration auf die Beine zu stellen, damit ein Tag im anstehenden „Demomarathon“ nicht untergeht.
Wir sprechen vom 15. März, dem internationalen Tag gegen Polizeibrutalität, der dieses Jahr zum 14. Mal stattfindet.

Die Aufgabe der Polizei und auch Bundeswehr ist es, die Vormachtsstellung des westlichen Machtmonopols aufrecht zu halten, und die Bildung einer herrschaftslosen, solidarischen und friedlichen Gesellschaft zu verhindern.
Da sich viele Gruppen jedoch eben dieses Ziel gesetzt haben, ist Polizeibrutalität und Skrupellosigkeit ein fester Bestandteil unseres Systems.
Überall kommt es zu Übergriffen gegen Antifaschist_innen, Antispeziesit_innen und die Friedensbewegung.
Morde nicht ausgeschlossen.
1985 wurde Michalis Kaltezas in Exarchia von einem Polizisten getötet.
1994 wurde in Deutschland der 17-Jährige Halim Dener von zwei Polizisten ermordet.
2004 wurde der 12-Jährige Ugur Kaymaz aufgrund seiner kurdischen Herkunft von türkischen Polizisten mit 14 Schüssen getötet.
2008 tötete die Polizei in Oakland den 22-Jährigen Oscar Grant.
Ebenfalls im Jahr 2008 wurde der 15-Jährige Alexandros Grigoropoulos in Athen erschossen.
Diese Liste lässt sich beliebig fortführen.

Im Blick auf Deutschland fällt auf, dass allein in Berlin im Jahr 2007, 1834 Anzeigen gegen die Polizei aufgenommen wurden.
Es kam allerdings nur zu 3 Verurteilungen.

(ARD Reportage: Polizeigewalt in Deutschland)

Aus diesen Gründen ruft die antifaschistische Jugend Dortmund am 15.03.2010 (Montag) zu einer Demonstration gegen Polizeigewalt und Repression auf.
Dieser Tag prangert nicht nur die Polizeibrutalität an, sondern ermöglicht auch die Gründung und Verstärkung der Verbindungen zwischen den Gruppen, die weltweit direkt und indirekt gegen staatliche Brutalität kämpfen.
Er schafft internationale Solidarität, die angesichts der weltweit steigenden Repression gegen die linke Bewegung notwendig ist.

Kommt zahlreich nach Dortmund:
Montag (15.3.)
18:00 Uhr
Dortmund HBF Vorplatz
Unser Zusammenhalt, gegen ihre Repression!
Hoch die internationale Solidarität!