Lieber ein Haus im Grünen, als die Grünen im Haus – Antirepressionsdemo in Dortmund

Der Demofrühling hat begonnen:
Zum internationalen Tag gegen Polizeigewalt demonstrierten wir am 15.03.2010 in der Dortmunder Innenstadt.
Knapp über 100 Teilnehmer besuchten die kurzfristig organisierte Veranstaltung, und prangerten die steigende Repression gegen die linke Bewegung seitens staatlicher Organe an.

Gegen 18 Uhr versammelten sich die Antifaschist_Innen am Vorplatz des Dortmunder Hauptbahnhofs.
Nach kurzer Zeit startete die Demo in westliche Richtung entlang des Königwalls. Nach kurzer Strecke wendeten sich die Antifaschist_Innen nach Links, Richtung Kampstraße, die quer durch die Innenstadt verläuft.
Die Veranstaltung endete am Dortmunder Stadtgarten.

Im Laufe der Demonstration forderte die Polizei die Teilnehmer auf, das Rufen einer polizeikritischen Parole zu unterlassen.
Als dieser Aufforderung nicht nachgekommen wurde, begann die Polizei damit, die Demonstranten ab zufilmen.

Vor, und Nach der Veranstaltung wurden Flyer an Passanten verteilt, die auf das Anliegen der Antifaschist_Innen aufmerksam machten.
Den Inhalt findet ihr am Ende des Berichts.

Schon im Vorfeld kündigten Neonazis im Internet an, unsere Demonstration anzugreifen.
Ob es sich um leere Drohungen handelte, oder ob sie beim Anblick der Antifaschisten der Mut verließ ist nicht zu sagen. Es kam jedoch zu keinerlei Übergriffen oder Provokationen seitens der rechtsextremen Szene.
Die Vergangenheit zeigt jedoch, dass mit Drohungen dieser Art nicht leichtfertig umgegangen werden darf.

Aufgrund der kurzen Demoroute, entschloss sich etwa die Hälfte der Demonstranten nach dem offiziellen Ende weiter Richtung Dortmund-Dorstfeld zu laufen.
Aufgrund der hohen Aktivität der Nazis in diesem Bezirk stoppte die Polizei die Antifaschist_Innen auf der Rheinischen Straße.
Schon auf dem Rückweg aus der Problemzone, kam es dennoch zu Rangeleien
mit der Polizei. Ca, ein Dutzend Personen wurden für etwa eine Viertelstunde eingekesselt, eine Person wurde an eine Hauswand gedrückt und nach eigenen Angaben geschlagen.
Wir bedauern das unsanfte Ausklingen der Veranstaltung für die betroffenen Teilnehmer.

Wir danken allen Teilnehmern, die trotz des schlechten Wetters und der kurzfristigen Mobilisierung den Weg nach Dortmund gefunden haben.
Wir danken auch allen Gruppen, die uns unterstützt haben,
insbesondere der Antifaunion Dortmund und der Schwarzen Antifa Unna .

Aufgrund eines kritischen Berichts auf Indymedia, möchten wir nochmal betonen dass die AJD auf Indymedia keine Stellungsnahme zur Demo geschrieben hat. Wir bedanken uns bei ALLEN Teilnehmern, und möchten nicht, dass unsere Veranstaltung im Nachhinein als Plattform für die Szenespaltung genutzt wird.

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