Brutaler Naziübergriff am Dortmunder Stadtgarten

Dortmund ist seit langem für seine gewalttätige rechte Szene bekannt. Ein besonders grausamer Übergriff ereignete sich heute am 13.05. in der Dortmunder Innenstadt.
Neben den vielen Jugendlichen und Angehörigen verschiedener Subkulturen, sammelten sich heute gegen 17 Uhr 15 Neonazis am Dortmunder Stadtgarten. Sie fielen schon frühzeitig durch das Anpöbeln von Passanten, sowie Hitlergrüße auf.
Nach dem sie etwa eine Stunde Bier getrunken hatten, gingen etwa 10 der 15 Nazis die Treppen des Stadtgartens herunter, in Richtung der Ansammlung der verschiedenen Jugendlichen. Ohne Vorwarnung begannen sie Parolen zu rufen, schlugen auf die herumstehenden Menschen ein und warfen mit Bierflaschen. Ein auf dem Boden sitzender Jugendlicher bekam eine Flasche frontal ins Gesicht, ging zu Boden und wurde von einem Nazi ins Gesicht getreten. Ein anderer Junge bekam mehrere Schläge mit Fäusten und Flaschen ins Gesicht. Danach hetzten die Nazis eine Gruppe von 4 bis 5 Jugendlichen vom Stadtgarten bis zum Hauptbahnhof quer durch die Innenstadt. Glückerlichweise konnten sie den Angreifern entkommen.

Der kurze Zeit später eintreffenden Polizei gelang es, 5 der Angreifer festzunehmen. Es wurden Anzeigen aufgenommen. Die Nazis gehörten wohl zum großen Teil der Nationalen Front Eving an.


(Festgesetzte Angreifer unterhalb der Freitreppen vorm Dortmunder Hauptbahnhof. Foto: Antifaunion Dortmund)

Am gleichen Abend gegen 20 Uhr wurde ein 15 jähriges Mädchen von 2 Nazis angegriffen. Sie fiel den Nazis vermutlich aufgrund ihrer bunt-gefärbten Haare auf. Die Nazis jagten das junge Mädchen vor sich her und traten ihr mehrmals die Beine weg, sodass sie zu Boden fiel. Das Mädchen wehrte sich und bekam einen Schlag ins Gesicht. Sie trug mittlere Verletzungen davon.

Auch in Deusen waren heute Rechte aktiv. Etwa 20 Nazis aus Hamm zogen durch den Stadtteil, klebten Aufkleber auf und brüllten Parolen. Die Polizei konnte von allen 20 die Personalien aufnehmen.

Wir sind beunruhigt über die Tatsache, dass eine so große Zahl Nazis nicht nur linke, sondern auch unpolitische Jugendliche mit äußerster Brutalität angriffen. Die heutigen Ereignisse machen uns eins klar: So kann es nicht weitergehen! Die Angriffe der Nazis häufen sich nicht nur, sie bleiben auch weitgehend folgenlos für die Täter. Ein radikaler antifaschistischer Widerstand ist in Dortmund dringend nötig.

Gegen Dortmunder Verhältnisse – Nazis entgegentreten!


6 Antworten auf „Brutaler Naziübergriff am Dortmunder Stadtgarten“


  1. 1 Sebastian 13. Mai 2010 um 21:32 Uhr

    Das ist ja krass. Scheint immer schlimmer zu werden. Meine Freundin und ich wurden auch schon von den faschos verprügelt. Echt übel in Dortmund. Nur weil wir nen antifa patch hatten.

  2. 2 Stelver 14. Mai 2010 um 13:49 Uhr

    In den letzten Wochen kam es zu einer Vielzahl von Nazi-Angriffen auf Alternative Jugendliche, politisch aktive Linke und AntifaschistInnen. Bei mehreren Personen wurden Häuser besprüht, Scheiben eingeworfen und ähnliche Aktionen durchgeführt. Zur Zeit ist wieder das Angst-Gefühl in jedem, der links ist und in Dortmund wohnt. In Zukunft werden wahrscheinlich nur noch wenige Widerstand leisten, wenn sie Angst haben müssen, Übergriffen ausgesetzt zu sein.

  3. 3 King Karl 14. Mai 2010 um 16:29 Uhr

    Krasse Sache sicherlich, aber: Warum schnappt ihr euch die nichtmal? Seit doch wohl einige Antifas in Dortmund. Ich denk „das ist >unser

  4. 4 ich 14. Mai 2010 um 16:34 Uhr

    solche feigen schweine>..

  5. 5 Quatsch 16. Mai 2010 um 11:05 Uhr

    „Bei mehreren Personen wurden Häuser besprüht, Scheiben eingeworfen und ähnliche Aktionen durchgeführt. Zur Zeit ist wieder das Angst-Gefühl in jedem, der links ist und in Dortmund wohnt. In Zukunft werden wahrscheinlich nur noch wenige Widerstand leisten, wenn sie Angst haben müssen, Übergriffen ausgesetzt zu sein.“

    Woher kommt denn bitte so ein quellenloser Müll? Da prügeln ein paar besoffene Skinheads um sich und werden danach festgenommen, mit der organisierten Dortmunder Naziszene hat das herzlich wenig zu tun. Und ich kenne zumindest niemanden der Angst hätte hier zu wohnen. Warum wird derartige Nazipropaganda überhaupt von euch freigeschaltet? Wie wärs mal mit Hirn einschalten?

  6. 6 Alpha 27. Mai 2010 um 13:15 Uhr

    Ob quellenlos oder nicht -
    Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen. Nicht in Dortmund und auch nicht anderswo! Wir müssen diesen feigen Schweinen endlich „den Gar ausmachen“. Es gibt schon längst viel zu viele Übergriffe auf Anhänger der linken Szene.

    Und ja, es gibt Menschen, die wohnen nicht mehr gerne hier.
    Es steht eben nicht jeder auf Buttersäureanschläge, besprühte Autos und eingeschmissene Scheiben! Und diese Vorfälle sind Fakten und kein quellenloser Müll!

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