Auf der Straße gegen rechte Gewalt!

Die Demonstration am 18.12.2010 durch die Dortmunder Innenstadt wird sicher nicht die letzte Reaktion auf die steigende rechte Gewalt in dieser Stadt sein.
Es versammelten sich circa 250 Menschen, unterhalb der Katharinentreppen, um mit einer Demo ein Zeichen gegen die traurige Normalität einer von Nazis geplagten Stadt zusetzen.

Demohintergrund war der wiederholte Angriff auf die alternativen Kneipe Hirsch-Q von 15 Nazis am vergangenen 12 Dezember, bei dem es zum Einsatz von Messern und Barhockern kam. Der Mörder Sven Kahlin war ebenfalls in den Übergriff involviert.
Bereits bei dem Beginn der Versammlung erregten die Teilnehmer_Innen große Aufmerksamkeit bei.
Gegen 17 Uhr bewegte sich die Demo lautstark, nach einer Auftaktkundgebung, in Richtung Königswall. Das Auftreten der Polizei äußerte sich im Abfotografieren von Antifaschis_Innen, die aufgrund der Kälte Schaals und Mützen trugen. Nachdem der Demonstrationszug vom Burgwall in die Brückstraße vor die Hirsch-Q gezogen war, gab es eine circa 30 minütige Zwischenkundgebung. Bürger_Innen, die in der Nähe standen wurden von Antifaschist_Innen mit Flyern, auf dem der Sachverhalt genauer erläutert war, aufgeklärt.
Einige Bürger_Innen solidarisierten sich mit dem Protest.

Der Demonstrationszug ging weiter in Richtung des Museums am Ostwall.
Vor dem Museum gab es eine Zwischenkundgebung, bei der einerseits auf die Unfähigkeit der Stadt ihre Bürger_Innen vor faschistischen Übergriffen zu wahren, sowie auf die Missstände der Stadt, die sich strikt gegen eine alternativ Szene in Dortmund wehrt, aufmerksam gemacht wurde.
Hierzu gab es einen Vortrag zur Initiative UZ-Do, deren Veranstaltung im Museum kurzfristig verboten worden war.

Gegen 18.20 erreichte der Demonstrationszug den Friedensplatz. Die Polizei machte durch das Großaufgebot an Kräften wieder negativ auf sich aufmerksam und versuchte erneut die Demo zu kriminalisieren. Während der ganzen Demonstration gab es keine Auseinandersetzungen und Ausschreitungen. Kurz bevor die Demo aufgelöst wurde gab es zur Freude aller eine warme Speise, die durch das UZ-Do gesponsert wurde.

(Fotos: Peter Bandermann – Ruhrnachrichten)