Shoa-Gedenken – Geteilte Meinungen in Dortmund

Heute, am 27 Januar ist der Gedenktag der Opfer die im deutschen Nationalsozialismus umgekommen sind.
6 Millionen Juden und Jüdinnen, sowie viele tausend Sinti und Roma, Homosexuelle, körperlich oder geistig erkrankte Menschen sowie politische Gegner der Nazis kamen in den Konzentrationslagern auf grausame Weise ums Leben.

Wir Antifaschist_Innen, gedenken nicht nur am 27.01 diesen Menschen, sondern nehmen unsere Verantwortung jeden Tag wahr, indem wir aktiv gegen die Nazis der heutigen Zeit vorgehen, die die Shoa relativieren, leugnen oder gutheißen.

Dies ist in Dortmund besonders notwendig, da die jüngsten Übergriffe auf Antifaschist_Innen mal wieder nur Stunden zurückliegen.
Vielleicht war es die alltägliche Bedrohung der Faschist_Innen, die ausgerechnet heute die Polizei dazu veranlasste, mit Hundertschaften an Schulen und Bahnstationen in der Dortmunder Innenstadt Massenkontrollen durchzuführen.

Und während die Polizei kontrollierte, CDU und FDP den Tag nutzten um gegen Migrant_Innen zu hetzen, (Siehe Kiezsportbericht) viele Menschen Gedenkveranstaltungen beiwohnten und noch mehr ihrem Alltagstrott nachgingen, tauchte eine Großzahl von Hakenkreuzschmierereien am Dortmunder Stadtgarten auf, die natürlich nicht von der Stadt, sondern von unbekannten und engagierten Privatpersonen übermalt wurden.

Liebe Dortmunder und Dortmunderinnen, öffnet eure Augen und macht euch ein Bild von eurer Stadt. Es liegt in unser aller Verantwortung, sie zu einem Ort ohne Rassismus und Antisemitismus umzugestalten.

Fotos:


(Hakenkreuz mit Sicht auf den Platz der alten Synagoge)


(Eine von vielen weiteren Nazischmierereien am Skatepark am Stadtgarten)


(Nazigrafitti nach Bearbeitung durch Unbekannte)