Archiv für Juli 2011

Nazikundgebung nach rechtem Übergriff verhindert!

Bild
Heute Morgen um 4 Uhr in der Früh kam es erneut zu einem brutalen Naziübergriff in Dortmund.
Um 2:45 griff eine Gruppe von mindestens fünf Nazis eine kleinere Gruppe Antifaschist_Innen an.

Die Angreifer_Innen fuhren mit einem türkisen VW-Kleinbus mit dem
Kennzeichen DO-UC-7875 an ihre Opfer heran, sprangen mit Sturmhauben maskiert aus dem Wagen und griffen diese mit mit Baseballschägern, Pfefferspray, mitgeführten
Steinen und Flaschen sowie mindestens einem Messer an, wobei von den
Neonazis unter anderem die Drohung “Jetzt bist du dran, ich stech dich
ab!” ausgesprochen wurde.
Der VW-Bus ist dem Nationalen Widerstand zuzuordnen und dient ihnen Regelmäßig zum Transport oder als Lautsprecherwagen auf Demonstrationen.

Die kurze Zeit später eintreffende Polizei versäumte es den Bulli mit den fliehenden Nazis zu stellen. Stattdessen kriminalisierten die Polizist_Innen die Opfer aufgrund linker Plakate im Umkreis und nahmen die protestierende Mutter eines der Opfer fest.

Aufgrund dieses brutalen folgten etwa 50 Antifaschist_Innen dem Aufruf des Alerta-Bündnisses und demonstrierten durch die Dortmunder Innenstadt. (mehr…)

Nicht mit uns!

Rechtsradikale Anschläge in Deutschland nehmen nach Norwegen zu.

Vor wenigen Tagen am 22. Juli tötete ein 32-Jähriger Rechtsradikaler in Norwegen sieben Menschen mit einer Bombe im Regierungsviertel Oslos und kurze Zeit später 85 Jugendliche auf einem Camp einer sozialdemokratischen Partei.
Die Tat war eindeutig faschistisch und christlich-fundamentalistisch motiviert und zog die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf sich. Doch der Massenmord in Norwegen stieß nicht nur auf Empörung und Trauer, sondern auch auf Sympathien.

So kam es in Deutschland in den folgenden Tagen vermehrt zu rechtsradikalen Übergriffen und Anschlägen.
In der Nacht auf den 25.07. verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf ein Wohnhaus in Leverkusen-Wiesdorf. Sie warfen mehrere Molotowcocktails (selbstgebaute Brantsätze) durch die unteren Fenster des Hauses und verursachten einen Großbrannt. Augenzeug_Innen berichteten von zwei glatzköpfigen Männern mit dunkler Kleidung. In dem Haus wohnen überwiegend Sinti und Roma. Zum Glück wurde Niemand schwer verletzt Nach dem antiziganistischen Anschlag forderte der Zentralrat deutscher Sinti und Roma, dass die Tat umfassend aufgeklärt werden muss. Bis heute sind Sinti und Roma durch rechtsradikale Übergriffe, sowie durch Hetze durch Politiker_Innen bedroht. Nicht zuletzt in der Dortmunder Nordstadt.

In Radevormwald, 30 Kilometer von Dortmund entfernt, kam es ebenfalls zu einem Anschlag. Nur einen Tag nach den Anschlägen in Norwegen warfen Unbekannte in der Nacht vom 23. auf den 24. die Scheiben der lokalen Moschee ein. Die Tatsache, dass der Täter von Norwegen nach eigenen Angaben gegen die „Islamisierung“ Deutschlands kämpfe, lässt ebenfalls auf eine durch ihn inspirierte Tat schließen. (mehr…)

Get ready…

Am Dienstag, dem 26.07.2011, veranstaltet das Dortmunder Antifa-Bündnis im Kulturzentrum Langer August die Vorführung des Films “Das braune Chamäleon” des Medienprojekts Wuppertal.

Der Film thematisiert die Entwicklung und Ausprägungen der Neonaziszene sowie rechtspopulistischer Strömungen in Deutschland.
Die Veranstaltungsreihe “Was geht mich das an?” legt danach eine Sommerpause ein.
Parallel dazu findet der offizielle Mobilisierungsstart des Alerta-Bündnis gegen den „nationalen Antikriegstag“ statt.
Ihr habt die Möglichkeit euch im Langen August über den neusten Stand der Dinge zu informieren und euch mit Mobimaterial wie Flyern, Stickern und Plakaten einzudecken.

Los gehts um 19 Uhr.

Norwegen: Rechter tötet 91 Menschen

Bild
Gestern am späten Freitagnachmittag ereignete sich in Norwegen ein grausames Blutbad.
Ein 32-Jähriger drang als Polizist verkleidet in ein politisches Camp einer Arbeiterpartei ein und eröffnete das Feuer.
Er töte 84 Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren durch Schusswaffen.
Zuvor hatte er durch eine Bombe im Regierungsviertel Oslos sieben weitere Menschen getötet.
Der Täter, Anders Behring B., beschreibt sich selbst als christlich und wird von der Polizei als rechtsradikal und islamfeindlich eingeschätzt.

Presse:

23.07.2011 – Mindestens 91 Tote bei Doppelanschlag in Norwegen (Der Westen)

Für Carlo: Fight the Police!

Bild
Am 20. Juli 2001 starb Carlo Guiliani durch die Schüsse eines Polizisten. Carlo war an diesem Tag einer von Hunderttausenden Menschen, die die aktuelle Entwicklung der Gesellschaft kritisierten und sich den Beziehungen von Macht, Ausbeutung und Repression widersetzten.

Der G8-Gipfel in Genua ist besonders in Erinnerung geblieben, da hunderte Menschen brutal verprügelt worden sind und dies durch die Berlusconi-Regierung legitimiert und gutgeheißen wurde.
Auf die Ermordung unseres Genossen Carlo stoßen Politiker_Innen und Einsatzkräfte mit Sekt an und sangen faschistische Lieder.
Ein blutiges Massaker an schlafenden Protestlern in einer Schule und die stundenlange Folter von dutzenden abtransportierten Verletzten in einer Kaserne werden immer unvergessen sein.

Zehn Jahre ist es nun her und auch Carlo wurde nicht vergessen.
Zahlreiche dezentrale Aktionen in ganz Europa, sollen sein Andenken hochhalten.

Auch in Dortmund wurde gestern zu seinem Gedenken unangekündigt demonstriert.
Um kurz nach 19 Uhr versammelten sich knapp 100 Menschen am Westpark um an Carlo zu Erinnern und Polizeigewalt zu bekämpfen. (mehr…)

Den Naziaufmarsch am 03.09. in Dortmund sabotieren, blockieren, verhindern!

Den Naziaufmarsch am 03.09. in Dortmund sabotieren, blockieren, verhindern!

Für den 03.09.2011 mobilisieren Neonazis wieder zum so genannten Nationalen Antikriegstag nach Dortmund. Den seit 2005 jährlich stattfindenden Aufmarsch werden sie auch in diesem Jahr wieder dazu nutzen, um einen völkischen Antikapitalismus und Antiimperialismus zu propagieren, der stets mit Rassismus, Antisemitismus, Antiamerikanismus und Geschichtsrevisionismus einhergeht.

Die Dortmunder Naziszene

Insgesamt ist Dortmund eine Hochburg der so genannten „Autonomen Nationalist_innen” in Deutschland geworden. Nicht zuletzt durch einen stetigen Zuzug von Neonazi-Kadern aus der gesamten Bundesrepublik sind sie personell recht gut aufgestellt und verfügen mit einem hauseigenen Internetversandhandel und dem Nazi-Zentrum an der Rheinischen Straße über eine funktionierende und materiell gut ausgestattete Infrastruktur. Neben der Organisierung des „Nationalen Antikriegstags” verteilen sie in der Innenstadt oder vor Schulen Flugblätter und führen auch neben dem Großaufmarsch im September einige Aufmärsche und Kundgebungen durch. Daneben kommt es hin und wieder auch zu geplanten Angriffen auf linke Wohn- und Kulturprojekte sowie zu Übergriffen auf Menschen, die rechte Parolen nicht unkommentiert hinnehmen wollen und sich gegen Neonazis engagieren.
(mehr…)

Dortmund verdrängt die Schwulenszene

BildVergebens demonstrierten im März 2011 Dortmunder Prostituierte für den Erhalt des Straßenstrichs.
Die angebliche Zuwanderung von Kriminellen und Zuhältern hat laut SPD nun ein Ende.
Die Betroffenen sehen in der Schließung nur eine Verdrängung in die Illegalität und somit eine große Gefahr von sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen.
Denn die Prostitution bleibt natürlich nicht aus, die Stadt nahm den Sexarbeiter_Innen lediglich einen einigermaßen geschützten Raum für ihr Gewerbe.

Die Stadtkassen sind leer und eine weitere Konsequenz ist das Fehlen von rund 80.000 Euro Sexsteuer-Einnahmen.
Die Stadt nimmt sich das Geld jedoch nicht da wo es vorhanden ist, sondern da wo sie den geringsten Widerstand erwartet: Bei der Dortmunder Schwulenszene.

Ziel der im Juli 2010 beschlossenen „Sexsteuer“ sei die Verhinderung der unkontrollierten Ausbreitung der Prostitution.
Da ist es doch sehr verwunderlich, dass diese Steuer von schwulen Szeneeinrichtungen abverlangt wird, in denen ganz bewusst keine Prostitution stattfindet. (mehr…)