Archiv für September 2011

Naziaufmarsch in Unna geplant…

Nicht nur in Hamm sorgt dieses Wochenende ein Naziaufmarsch für Aufregung. Dort findet am kommenden Samstag ein Naziaufmarsch statt, zu der 200 Teilnehmer erwartet werden. Ein breites Bündnis von der SPD-Hamm bis zur Antifa ruft unter dem Motto „Gegen Rassismus und Soziale Ausgrenzung“ zu Protesten auf. Wie diesen Montag bekannt wurde, planen die Rechtsradikalen aus Hamm auch in Unna einen Aufmarsch.
Die Neonazis kündigen im Internet an, dass am Freitagabend auch eine Neonazi-Demonstration durch die Unnaer Innenstadt stattfinden soll. Laut der Sonderseite zum Naziaufmarsch soll der Naziaufmarsch um 19.00 Uhr am Rathausplatz starten.
Es ist unerträglich, dass Neonazis mit ihrer rassistischen und antisemitischen Propaganda durch Unna marschieren wollen. Wenn Neonazis nach Unna kommen und ihre Hetzreden halten dann werden wir uns dem entschieden in den Weg stellen. Wir fordern alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, alle Antifaschistinnen und Antifaschisten auf am Freitagabend lautstarken Protest zu zeigen. Wir werden den Neonazis nicht die Stadt überlassen!
Informationen zu öffentlichen antifaschistischen Aktionen werden auf unserer Homepage angekündigt.

Die Naziaufmärsche in Hamm und Unna sind Teil einer neonazistischen Kampagne, die maßgeblich von der „Kameradschaft Hamm“ organisiert wird. Aber auch die NPD Unna/Hamm unterstützt die Aufärsche. So ist der Unnaer Kreisverbandsvorsitzende Hans Jochen Voß als Redner in Hamm angekündigt. Neben Voß soll auch der wegen der „Bildung eines bewaffneten Haufens“ vorbestrafte Berliner „Nazi-Rocker“ Arnulf Priem, ehemals Kopf der „Kampfgruppe Priem“ sowie der als „Hitler von Köln“ bekannte Neonazi-Führer Axel Reitz sprechen. Teil der Neonazi-Kampagne sind auch Anschläge gegen linksgerichtete Einrichtungen, so wurde unter anderem das SPD-Büro in Hamm attackiert.

Lasst uns Gemeinsam gegen die Naziaufmärsche in Unna und Hamm auf die Straße gehn!
Achtet auf Ankündigungen, kommt nach Unna!
Gemeinsam gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!

http://antifaunited.blogsport.de/

Nazis attackieren dunkelhäutigen Mann in Dorstfeld

Laut lokalen Medien kam es in der Nacht zum Sonntag dem 25.9 zu einem brutalen Angriff durch Neonazis an der Wittener Straße.
Ein 44-jährigen Mann wurde rassistisch beschimpft, ihm wurde das Gesicht zerkratzt und mit einem Messer gedroht.
Zwei einschreitende Passant_innen wurden mit Reizgas und Fußtritten attackiert.
Bei den Täter_innen handelte es sich um einen Mann und eine Frau.
Der Staatsschutz ermittelt wegen Volksverhetzung und Körperverletzung.

Berichte:

- Der Westen

- Ruhrnachrichten

- NRW Rechtsaußen

A German Tradition…

Dortmunder Behörden drohen einer 87-jährigen Shoah-Überlebenden mit der Abschiebung.

Claire Rosenberg ist 87 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Köln.
Als Jüdin wurde sie von den Nazis im dritten Reich wie viele andere Menschen erst diskriminiert, dann verfolgt und schließlich in das Konzentrationslager Hessisch Lichtenau verschleppt.
Ihr Mann wurde im Konzentrationslager Theresienstadt ermordet, doch Claire Rosenberg überlebte die Shoa und wanderte nach Kriegsende nach Amerika aus.

Jetzt ist sie zurück und will ihren Lebensabend in ihrem Familienkreis in Dortmund verbringen.
Sie legte der lokalen Ausländerbehörde mit Unterstützung ihrer Enkelin alle notwendigen Papiere, wie zwei deutsche Geburtsurkunden und die Bestätigung ihrer Inhaftierung im KZ Lichtenau, vor.
Doch die hiesige Behörde verlangte nach einer Übersetzung aller Nachweise der amerikanischen Einkommen, also ihre Rente, und einen Nachweis über die ehemalige deutsche Staatszugehörigkeit.

Die Geburtsurkunden reichen nicht aus, „da kann ja jeder kommen“, soll die Ausländerbehörde geantwortet haben.
Weiter drohten sie ihr mit der Abschiebung.

Die Aufgabe der strukturell rassistischen Ausländer- und Abschiebebehörden in Deutschland ist es, Menschen die die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben wollen auf ihre wirtschaftliche Verwertbarkeit zu prüfen.
Wird ein Mensch für die wirtschaft als unbrauchbar befunden, kann er für den Staat keine Leistung erbringen und wird abgeschoben.
Dass die „Rückführung“ in die Heimatländer für viele Asylbewerber_innen politische Verfolgung, Elend, Armut und den Tod bedeuten kann findet in der Rechnung kein Platz.

Dieser Rechnung viel auch die Rentnerin Claire Rosenberg zum Opfer, denn obwohl die Stadt Dortmund in einer Stellungsnahme verkünden ließ, „ Frau Rosenberg wäre weder zur Ausreise aufgefordert worden, noch stünde sie vor der Abschiebung“, hat Sie bis heute keine Aufenthaltsgenehmigung erhalten.

Darum:
Weg mit der kapitalistischen Verwertungslogik und der Diskriminierung durch rassistische Ausländerbehörden!!!

No Border – No Nation!

Wir mussten raus!

BildDie Leichen im Keller der Thier Galerie…

Zwischen dem Westenhellweg und dem Hohen Wall eröffnet heute die Thier Galerie.
Ein Einkaufscenter mit über 150 Geschäften, Cafes und Restaurants direkt in der Innenstadt.
Die größtmöglichste Produktvielfalt auf kleinem Raum stößt bei vielen Dortmunder_innen auf Interesse.

An dieser Stelle wollen wir noch einmal daran erinnern, welche Opfer der Bau dieser Shoppingmetropole bereits im Vorfeld forderte. (mehr…)

Alerta: Erstes Resume zum „Antikriegstag“

BildÜber 5.000 Antifaschisten haben gestern über Stunden in verschiedenen großen Gruppen gegen den Naziaufmarsch der Dortmunder Nazis demonstriert. Allein dem skandalösen Einsatz der Polizei ist es zu verdanken, dass Nazis gestern durch Dortmunder Straßen demonstrieren konnten. Der Naziaufmarsch selbst verlor im Verhältnis zum Vorjahr erneut an Teilnehmern. Statt der erwarteten 1.000 Nazis folgten nach Angaben der Polizei nur 763 Rechte dem Aufruf zum sogenannten “Nationalen Antikriegstag”.

Circa 2.500 Antifaschisten reisten in diesem Jahr erstmals in sogenannten Fingern – dies sind Großgruppen, die unabhängig voneinander agieren können – nach Dortmund an. Diese Fingertaktik, deren Ziel es war, die Strecke der Nazis zu blockieren, wird von uns als erfolgreich bewertet, auch wenn es nicht gelang, mit den Fingern die Naziroute zu erreichen. (mehr…)