Wir mussten raus!

BildDie Leichen im Keller der Thier Galerie…

Zwischen dem Westenhellweg und dem Hohen Wall eröffnet heute die Thier Galerie.
Ein Einkaufscenter mit über 150 Geschäften, Cafes und Restaurants direkt in der Innenstadt.
Die größtmöglichste Produktvielfalt auf kleinem Raum stößt bei vielen Dortmunder_innen auf Interesse.

An dieser Stelle wollen wir noch einmal daran erinnern, welche Opfer der Bau dieser Shoppingmetropole bereits im Vorfeld forderte.
Denn auf dem Grundstück stand vorher das Dortmunder Hippihhaus.
14 Menschen wurde der Wohnraum genommen, die es sich zum Ziel gemacht hatten als basisdemokratische Wohngemeinschaft durch soziales, kulturelles und politisches Engagement in Dortmund ein alternatives Stadtleben zu erproben.

Die Aktivitäten die vom Hippihhaus ausgingen waren vielseitig:
Es gab Ausstellungen, Konzerte, Proberäume sowie soziale Projekte wie Spendensammlungen für die Lebenshilfe e.V. und die Friedensstiftung.
Doch das Angebot der Thier Galerie sollte vielfältiger sein.
Also wurde das Grundstück verkauft und seine Bewohner_innen rausgeschmissen.

Der Versuch das Thema am 24.08.2008 mit einer Demonstration in den öffentlichen Dialog zu bringen scheiterte, so feierten die Medien den Abriss im Sommer 2009 als „Grundsteinlegung einer neuen Zeit“
Diese neue Zeit begann dann wohl heute um 8:00 Uhr, als die Thier Galerie ihre Pforten öffnete.

Der Versuch, neuen Platz für alternativen Freiraum zu schaffen, wird von der Regierung der Nazihochburg Dortmund nach wie vor konsequent im Keim erstickt.

R.I.P. Hippihhaus – Für den Kampf für unser Recht auf Freiraum!

Bilder:


(Demo zum Erhalt des Hippihhauses)


(Der Abriss)