Archiv für Oktober 2011

Freiheit für Mete Tuncer!

BildMete Tuncer wurde am 25. Oktober 2011 in Recklinghausen verhaftet, vor einen Strafrichter gestellt
und befindet sich nun im Gefängnis.

Aufgrund eines Suchbefehls der Interpol soll Mete Tuncer dem türkischen Staat ausgeliefert werden.
Begründet wird dies mit der „Gefahr, die von ihm gegen den Staat“ ausginge. Diese Auslieferung
würde sich an eine Serie von Abschiebungen fortschrittlicher und revolutionärer Menschen
durch europäische Staaten an die Türkei reihen. Yusuf Karaca, Süleyman Şahin, Zeynep Yeşil,
Veysel Çınar, Binali Yıldırım und Muzaffer Ayata sind nur einige Beispiele von vielen.
Mete Tuncer war im Rahmen des TIKB (Bund revolutionärer Kommunisten der Türkei) Verfahrens
bereits 11 Jahre lang im Gefängnis und kam im März 2009 frei, da sein Verfahren über 10 Jahre andauerte
und er noch nicht rechtskräftig Verurteilt war. Im Mai 2010 wurde er von der türkischen
Justiz zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. (mehr…)

In Gedenken an Josef Anton Gera

BildAm 14 Oktober 1997 wurde der 59-Jährige Josef Anton Gera in Bochum von Nazis tödlich verletzt.
Drei Tage darauf, am 17. Oktober starb er aufgrund dieses schweren Angriffes im Krankenhaus.
An seinem Todestag, 14 Jahre nach seinem Tod wollen wir erneut daran erinnern, warum Gera sterben musste.
Zusätzlich wollen wir den Hass der Täter in einen gesellschaftlichen Kontext stellen und die Alltäglichkeit von Homophobie aufzeigen.
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Erneute Konzertstörung durch Neonazis in Dortmund

BildIn der Nacht zu Sonntag wurde ein Hip-Hop Konzert in der Jugendfreizeitstätte-Hombruch von einem agressiven, bewaffneten Neonazi gestört.

Wir wollen den genauen Tathergang hier protokollieren:

Der 18-jährige wurde schon einmal auf einem vorherigen Konzert in der Jugendfreizeitstätte durch das provokante Tragen von „Thor Steinar“ Kleidung auffällig.
Dieses mal sagte er einem Deutsch-Afrikaner, er habe nicht so viel zu sagen wie er selbst , da seine Familie schon über mehrere Generationen Deutsch sei. Danach verließ er die Räumlichkeiten und beleidigte einige Konzertbesucher_innen die vor der Tür standen.
Der Dortmunder Neonazi stellte sich bewaffnet mit einem Messer und einem Teleskopschlagstock, einige Meter vor die Tür der Räumlichkeiten, und machte einen Hitlergruß.
Die Situation konnte jedoch vorab durch das Einschreiten eines Mitarbeiters deeskalierd werden.

Einige Zeit später, nach Ende des Konzerts wurde der Neonazi ein weiteres Mal auffällig.
Als 12 der Konzertbesucher_innen auf dem Weg zur einer Bahnhaltestelle waren, trafen sie erneut auf den jungen Nazi. Dieser hatte nun Verstärkung dabei. Zusammen mit seinem Bruder, bedrohte er die Konzertbesucher_innen mit jeweils einem Baseballschläger.
Die 12 Personen konnten den beiden Brüdern den Baseballschläger entwenden, sie überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.
Als die Polizei die zwei Täter durchsuchte fanden sie die Stichwaffe mit welcher der 18-jährige vor dem Jugendzentrum hantierte.

Kein Tag für die Nation

„Die billigste Art des Stolzes ist hingegen der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte.“
(Arthur Schopenhauer, 1788-1860)

Warum wird der Einheitstag gefeiert?

Am 3. Oktober 1990 wurde die BRD mit der DDR wiedervereinigt.
Seit dem ist dieser Tag laut Einigungsvertrag ein nationaler Feiertag.
Der Tag der Deutschen Einheit ist ebenfalls Jahrestag der Gründung fünf neuer Bundesländer.

Auch dieses Jahr zog der 3. Oktober wieder eine patriotische Nostalgie ohne gleichen mit sich.
Tausende Deutsche reduzieren ihre Identität auf drei Farben und feiern die Nation.
Warum wir das scheiße finden, wollen wir euch in diesem Text erklären. (mehr…)