Deutsche Täter sind keine Opfer

BildIm folgenden möchten wir ein anonymes Bekennerschreiben von Indymedia zitieren…

Die Nacht vom 9. auf den 10.11.1938 ging als Reichspogromnacht in die Geschichte ein.
In ganz Deutschland gingen Menschen von der NS-Ideologie angestachelt auf die Straßen und attackierten Juden und Jüdinnen, zerstörten deren Geschäfte und Wohnhäuser, schändeten jüdische Friedhöfe und steckten Synagogen in Brand.
In dieser Nacht wurden über 400 Menschen ermordet, oder in den Freitod getrieben.
Am nächsten Tag wurden 30.000 Juden und Jüdinnen in Arbeits- oder Vernichtungslager deportiert.

Die Grausamkeiten der Reichspogromnacht wurden von der Zivilbevölkerung getragen und stellen den Übergang zwischen dem offenen Antisemitismus und der systematischen Verfolgung von Juden und Jüdinnen dar.

Doch noch Heute ist Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft tief verankert und revisionistische Geschichtsumdichtungen publik.
So kann man nahezu in allen Dortmunder Stadtteilen Denkmäler für Wehrmachtssoldaten finden, die diese als Kriegshelden darstellen und damit ihre Gräueltaten legitimieren.

Diese werden nicht selten zum Ziel so genannter „Heldengedenken“ bei denen Dortmunder Neonazis sich versammeln, um die verstorbenen Täter zu betrauern.
Auch von der Mitte der Gesellschaft werden solche Denkmäler nicht kritisch betrachtet, sondern als Teil des Stadtbildes hingenommen, oder sogar als Erinnerungskultur begrüßt.

Deshalb haben wir uns, wie bereits im Februar dieses Jahres, dazu entschlossen das Denkmal in Löttringhausen zu „verunstalten“ und in dem Stadtteil Groß Barop Farbattacken auf diese verübt.

Deutsche Täter sind keine Opfer!

Bilder:

Antifaschistisches Aktionskomitee