Archiv für Dezember 2011

Nazis und der erste Mai

BildDas Gerücht hat sich bestätigt:
Der Dortmunder Polizei liegt eine Anmeldung für eine Nazidemonstration am 1. Mai 2012 in Dortmund vor.
Erneut wollen die Nazis den Arbeiterkampftag für ihre rassistische und nationalistische Propaganda missbrauchen.

Bereits am 1. Mai 2007 demonstrierten etwa 800 Faschist_innen durch Dortmund.
Ihr Fronttransparent trug die Aufschrift: „Ob Dortmund Bielefeld oder Buxtehude, Feind bleibt der ewige Kapitalismus“

Mit dieser abscheulichen Anspielung auf Parolen des NS-Regimes trugen sie ihren offenen Antisemitismus auf die Straßen.

Am 1. Mai 2009 kam es zu einem bundesweiten Skandal, als 400 Nazis die DGB-Demonstration in Dortmund angriffen.
Am Hauptbahnhof versammelt, zogen die 400 Neonazis ohne polizeiliche Begleitung zum Platz der alten Synagoge und griffen die Gewerkschafterdemo im Vorbeistürmen mit Stein-, Flaschen- und Feuerwerkskörperwürfen an.
Manche Nazis kamen der Demo so nah, dass sie mit Fahnestöcken in die Menge schlugen.
Gegen den Kopf der rechten Szene in Dortmund Dennis G. wurde daraufhin ein Ermittlungsverfahren eröffnet, da er den Angriff organisiert und geplant haben soll.

Dennis G. ist vermutlich auch der Anmelder der Demo am 1. Mai 2012
Unter dem Motto „Arbeitsplätze zuerst für Deutsche“ wollen die Nazis durch die nördliche Innenstadt Dortmunds laufen.

Der Naziaufmarsch am 3.9 hat gezeigt, dass ein viele tausend Euro teurer Polizeieinsatz, der nötig ist um einer Nazidemo den Weg frei zu prügeln, mehre hundert verletzte Nazigegner_innen und eine „weltoffene“ Stadt im Ausnahmezustand, in dem sich viele Bürger_innen aus Angst vor den Nazis nicht auf die Straße trauen keine Anlasspunkte für die Stadt Dortmund darstellen einen Naziaufmarsch zu verbieten.

Es liegt also erneut an uns engagierten Antifaschist_innen und Nazigegner_innen, den Nazis einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Denn ein erneuter Erfolg der Nazis wäre nach ihrer Demo am 3. September sehr fatal, da ihr Selbstbewusstsein und damit die Ausmaße der rechten Gewalt parallel mit ihren Demoerfolgen steigen.

Von Nazimorden, Familien die durch kontinuierlichen Terror aus Stadtteilen vertrieben wurden und Jugendlichen die die bis zur Bewusstlosigkeit geprügelt werden hat Dortmund schon alles gesehen.

Doch der Schreck nimmt kein Ende.
Nazidemo folgt auf Nazidemo und rechter Übergriff folgt auf rechten Übergriff.
Dortmund ist bundesweit in der Presse und bundesweit werden die Nazis nach Dortmund reisen, um am 1. Mai gemeinsam mit ihrer Vorbildszene zu demonstrieren.

Doch unser Widerstand ist nicht gebrochen.
Ob im Mai, September, oder an jedem anderen Tag im Jahr werden wir alles daran setzen, die Nazis in ihre Schranken zuweisen!

KALK MACHT DICHT!

banner 10.12

Kalk macht WIEDER dicht! Den Naziaufmarsch am 10.12.2011 unmöglich machen!

Am Samstag den 10.12.2011 wollen militante Neonazis von den
sogenannten „Freien Kräften Köln“ eine Demonstration in Köln-Kalk
abhalten. Anmelder ist der Pulheimer Neonazi-Führer Axel Reitz. Reitz
ist nicht nur einer der bundesweit führenden Neonazis, sondern soll
laut einem WDR-Bericht auch Kontakte zu den mordenden Neonazis aus
Zwickau gehabt haben. Es ist eine ungeheure Provokation, dass Neonazis
und mutmäßliche Unterstützer der rechtsterroristischen NSU durch den
alternativen und migrantisch geprägten Stadtteil Köln-Kalk marschieren
wollen. Bereits am 19.11. war eine Demo der extrem rechten sogenannten
Bürgerbewegung „Pro Köln“ durch das entschlossene Einschreiten Kalker
BürgerInnen und AntifaschistInnen verhindert worden.
Die Faschisten wollen sich um 12 Uhr an der Haltestelle Kalk-Post treffen.
Auch diesmal gilt es alles zu tun, um den Naziaufmarsch unmöglich zu machen!

10. Dezember – ab 10 Uhr – Haltetstelle Kalk-Post
Infos über twitter: twitter.com/kalkmachtdicht

Always remember – the 6th. of december!

BildAuf der ganzen Welt sterben jedes Jahr hunderte Menschen durch massive Polizeigewalt.
Vom Erschießen in angeblicher Notwehr, dem Suizid in Polizeigewahrsam, dem Ersticken durch Pfefferspay oder so genannten unbekannten oder natürlichen Todesursachen, welche oft Erwürgen oder Totschlagen umschreiben, sind die Todesursachen sehr verschieden.
Am 6. Dezember 2008 war es ein junger Anarchist, der in Griechenland von einem Polizisten erschossen wurde.
Alexandros Grigoropoulos wurde nur 15 Jahre alt.

Nach dem Bericht von Augenzeug_innen befanden sich Alexandros und ein paar Freunde auf dem Weg zu einer Feier in dem eher alternativen Athener Stadtteil Exarchia.

Drei Augenzeug_innen sprechen von mehreren Schüssen, die der Polizist ohne Vorwarnung auf Alexandros abfeuerte.
Andere berichten von einer vorherigen verbalen Auseinandersetzung zwischen den Jugendlichen und den Polizisten, aufgrund der ein Polizist seine Waffe zog und Alexandros erschoss. (mehr…)