Archiv der Kategorie 'Aufrufe'

Demo: Warum starb Ousman Sey?

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Warum starb Ousman Sey? – Aufruf zur Demonstration am 20.07.2012, 18 Uhr Dortmund HBF-Nord

Am Morgen des 7. Juli 2012 starb der aus Gambia stammende Ousman Sey im Dortmunder Polizeigewahrsam. Zuvor hatte Sey zwei Mal vergebens einen Krankenwagen gerufen, weil er sich schlecht gefühlt hatte. Nach dem ersten Eintreffen diagnostizierten die Rettungskräfte ein Herzrasen und attestierten ihm, noch kein Fall für das Krankenhaus zu sein. Als Sey eine halbe Stunde später erneut einen Krankenwagen rief, litt er Angaben seines Bruders zufolge bereits unter Krampfanfällen. Außerdem begann er angeblich, in seiner Wohnung zu „randalieren“, weshalb Einsatzkräfte der Polizei gleichzeitig mit den Rettungskräften eintrafen. Diese attestierten Sey erneut, nicht ins Krankenhaus zu müssen – eine Untersuchung durch den Polizeiarzt im Gewahrsam reiche aus. Dies geschah, obwohl eine im selben Haus wohnende Krankenschwester den Einsatzkräften klarzumachen versuchte, dass Ousman Sey dringend ins Krankenhaus gebracht werden müsse. (mehr…)

Aufruf – NO MORE MAYBE

Den Naziaufmarsch am 1. September 2012 in Dortmund sabotieren, blockieren, verhindern!

Gegen den Naziaufmarsch am 1. September 2012 in Dortmund

Am 1. September 2012 wollen Hunderte Neonazis aus ganz Deutschland und den europäischen Nachbarländern in Dortmund aufmarschieren.
Anlass ist der von den Dortmunder Neonazis etablierte sogenannte „Nationale Antikriegstag“. Die Dortmunder Neonazis ignorieren den historischen Bezugspunkt dieses Gedenktages und versuchen ihn für ihre geschichtsrevisionistische und rassistische Propaganda öffentlichkeitswirksam zu nutzen, indem sie beispielsweise meinen, “ein Zeichen gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege” setzen zu wollen.
Seit Ende der fünfziger Jahre wird in Deutschland am 1. September traditionell der “Antikriegstag” oder “Weltfriedenstag” begangen, um an den Beginn des Zweiten Weltkriegs zu erinnern. Am 1. September 1939 griff die deutsche Wehrmacht Polen an und startete mit diesem Septemberfeldzug einen Vernichtungskrieg, der über 50 Millionen Menschen das Leben kostete. (mehr…)

Don`t forget!

Nicht vergessen! Morgen geht es auf die Straße – gegen Cops, Staat und Repression!

Pünktlich zum Frühlingsbeginn und bei warmen Temperaturen demonstrieren wir morgen gemeinsam in Dortmund.
Wir wollen:
- Die brutalen Übergriffe auf Antifaschist_innen wie am 3.9.2011 oder am 3.3.2012 skandalisieren!
- An die zwei Dortmnder Todesopfer durch Polizeigewalt in den Jahren 2006 und 2010 erinnern!
- Der strukturellen Gewalt seitens des Staates entgegentreten.

Treffpunkt ist um 17:30h am Dortmunder HBF!
Reist gemeinsam an und lasst euch auf dem Hinweg nicht von den Cops provozieren!
Wir lassen uns nicht unterkriegen – gemeinsam gegen Polizeigewalt!

Der Fall Dominique Koumadiou

Am 14 April 2006 wurde Dominique Koumadiou im Alter von 23 Jahren von einem Dortmunder Polizisten erschossen.
Die Umstände seines Todes sind bis heute nicht gänzlich aufgeklärt.
Die Staatsanwaltschaft spricht von der Notwehr des 45-Jährigen Polizeibeamten.
Das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt.
Doch es ist nicht auszuschließen, dass der aus der Demokratischen Republik Kongo stammende Dominique Opfer eines rassistisch-motivierten Fehlverhaltens der Polizei wurde.

Es war etwa 16 Uhr, als ein Kioskbesitzer an der Bayrischen Straße 101 im Dortmunder Stadtteil Eving, die Polizei alarmierte, da er von Dominique mit einem Messer bedroht wurde.
Er schloss das Verkaufsfenster, um sich in Sicherheit zu bringen und wartete auf die Polizei.
Als kurze Zeit später zwei Polizisten und eine Polizistin eintrafen, bestand nach Aussage eines beteiligten Beamten keine Bedrohungssituation.

Doch nun scheint etwas vorgefallen zu sein, dass sich aus der Ermittlungsakte nicht herleiten lässt.
Es ist unklar, was Dominique provozierte und ihn veranlasste das Polizeiauto zu attackieren und die Seitenscheibe des Beifahrersitzes mit dem Messer zu beschädigen.
In Folge seines Angriffes auf das Polizeiauto alarmierten die Polizisten weitere Streifenwagen über Funk und stiegen aus dem Fahrzeug.
Dominique bewegte sich auf die beiden Beamten zu.
Als etwa noch drei Meter Abstand zwischen ihm und den Polizisten war, eröffnete einer das Feuer und traf den 23-Jährigen mit einem Schuss ins Bein und mit einem weiteren in die Brust.
Der zweite Schuss war ein glatter Herzdurchschuss und tötete Dominique Koumadiou auf der Stelle. (mehr…)

Der rechten Gewalt entgegentreten!


Aufruf des Dortmunder Antifa-Bündnisses zur antifaschistischen Demonstration gegen rechte Gewalt anlässlich des siebten Todestages von Thomas Schulz.

Rechte Gewalt unmöglich machen
Am 31. März findet in Dortmund eine Demonstration gegen rechte Gewalt statt. Wir wollen in diesem Zusammenhang auf die Aktualität und die Dimensionen rechter Gewalt hinweisen und die tiefe Verankerung rechter Ideologien in der Gesellschaft thematisieren. Darüber hinaus wollen wir mit dieser Demonstration auch das Ignorieren und Verleugnen von Phänomenen und Ausprägungen (alltäglicher) rechter Gewalt in den Fokus rücken sowie an die Opfer dieser Gewalt erinnern. Die Demonstration wird im Stadtteil Dortmund-Dorstfeld stattfinden. Dort wohnen viele der Neonazis, die seit Jahren in Dortmund für eine Welle rechter Gewalttaten verantwortlich zeichnen. Anlass ist der siebte Todestag des Punks Thomas Schulz, der im Jahr 2005 von einem Neonazi erstochen wurde.

Rechte Gewalt? In Deutschland alltäglich!
Seit 1990 hat die Eskalation rechter Gewalt in Deutschland mindestens 182 Todesopfer gefordert. Sie wurden ermordet – teilweise von organisierten Neonazis, teilweise von Menschen mit einem diffusen rechten Weltbild. Die Zahl der Verletzten und Traumatisierten wird in keiner Statistik erfasst.

Im November 2011 wurde klar, dass neben den bereits bekannten Morden über ein Jahrzehnt lang eine neonazistische Gruppe namens „Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU) – unterstützt und gedeckt vom Verfassungsschutz – mordend durch das Land gezogen ist. Dabei geht rechte Gewalt, sei sie physisch oder psychisch, nicht allein von Neonazis aus. Die Täter_innen sind nur allzu oft Menschen aus der Mitte der Gesellschaft: Polizist_innen, die die ihnen verliehene Macht für rassistische Übergriffe nutzen oder Familienväter, die am Wochenende vermeintliche oder tatsächliche Schwule anpöbeln – sie sind genauso Teil des Problems. (mehr…)

Demonstration – Wir können auch anders!

Wir können auch anders – Widerstand gegen Cops, Staat und Repression

Immer da wo Menschen sich den Verhältnissen von Herrschaft und Ausbeutung widersetzen, steht ihnen ein riesiges Aufgebot der Polizei gegenüber, das mit Schlagstöcken, Reizgasen, Hundestaffeln und auch Schusswaffen auftritt.
Am internationalen Tag gegen Polizeibrutalität werden aus diesem Grund tausende Menschen auf die Straßen gehen.

Auch in Dortmund besteht Anlass dazu.
Der Polizeieinsatz am 3. September 2011 zeigte einmal mehr mit welcher Brutalität Nazigegner_innen attackiert werden.
Der flächendeckende Einsatz von chemischen Kampfstoffen, die gegen alle Menschen eingesetzt wurden, die die Nazidemo behindern wollten, verletzte hunderte Menschen und kontaminierte ganze Straßenzüge.

Wie gefährlich Pfefferspray ist, zeigt der Tod eines 32-Jährigen Dortmunders, der am 23. Juni 2010 nach dem Einsatz des Reizgases durch die Polizei getötet wurde.

Ein weiteres Todesopfer aus Dortmund ist der 23-Jährige Dominique Kouamadio, der am 14. April 2006 im Stadtteil Eving von der Polizei erschossen wurde. Auf der ganzen Welt gehen staatliche Organe brutal gegen fortschrittliche und emanzipatorische Kräfte vor.

Doch Repression tritt nicht nur in Form von körperlicher Gewalt auf.
Neben dieser ausführenden Gewalt gibt es auch eine gesetzgebende und eine richtende Gewalt, die ebenfalls dazu dienen die staatliche Macht aufrecht zu halten.
Wir müssen leider feststellen, dass unser gesamtes Leben durch Gewalt bestimmt wird.
In jeder Phase unseres Lebens gibt es Menschen die die Macht dazu haben ihren Willen gegen unseren per Gewalt durchzusetzen.
Aus Angst vor Bestrafung und weiteren Folgen akzeptieren wir diese Autoritäten.

Erst durch die Akzeptanz der staatlichen Gewalt wird dieser ihre Legitimität verliehen.
Deshalb sehen wir in der Ablehnung der staatlichen Gewalt einen ersten Schritt hin zu einer befreiten Gesellschaft.
Gewalt und Unterdrückung dürfen nicht akzeptiert werden.
Wir fordern ein schönes Leben für alle Menschen.
Für ein solches Leben in Abwesenheit von Herrschaft und struktureller Gewalt brauchen wir keine Regierungen, keine Monarchen und keine Religionen.
Wir brauchen lediglich unsere Mitmenschen.
Wir wollen daran arbeiten die Ablehnung von Herrschaft und Repression zu verstärken, die Diskussion in die Gesellschaft und den Protest auf die Straßen zu tragen.

Auf die Straße? Na, aber sicher!
Es ist an uns der Welt zu zeigen, dass es auch anders geht!

| 17.03.2012 | 17:30 Uhr | Dortmund HBF |

Den gesamten Aufruf zur Demo findet ihr hier.

Was geht mich das an?

Am 17. Januar startet die Veranstaltungsreihe “Was geht mich das an?” des Dortmunder Antifa-Bündnisses (DAB) in das Jahr 2012. Thema der kommenden Veranstaltung lautet: “Kein 10. Opfer!”? – Nationalsozialistischer Untergrund, Rechtsterror und die Rolle des Staates. Die ReferentInnen sind MitarbeiterInnen des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums Berlin (apabiz) und haben diesen Vortrag in Kooperation mit anderen antifaschistischen Projekten erarbeitet. Kooperationspartner für diese Veranstaltung ist das Forum gegen Rassismus Campus Dortmund. Veranstaltungsort ist das Dietrich-Keuning-Haus (in der Nähe vom HBF-Nordausgang). Die genaue Uhrzeit folgt in den nächsten Tagen.

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KALK MACHT DICHT!

banner 10.12

Kalk macht WIEDER dicht! Den Naziaufmarsch am 10.12.2011 unmöglich machen!

Am Samstag den 10.12.2011 wollen militante Neonazis von den
sogenannten „Freien Kräften Köln“ eine Demonstration in Köln-Kalk
abhalten. Anmelder ist der Pulheimer Neonazi-Führer Axel Reitz. Reitz
ist nicht nur einer der bundesweit führenden Neonazis, sondern soll
laut einem WDR-Bericht auch Kontakte zu den mordenden Neonazis aus
Zwickau gehabt haben. Es ist eine ungeheure Provokation, dass Neonazis
und mutmäßliche Unterstützer der rechtsterroristischen NSU durch den
alternativen und migrantisch geprägten Stadtteil Köln-Kalk marschieren
wollen. Bereits am 19.11. war eine Demo der extrem rechten sogenannten
Bürgerbewegung „Pro Köln“ durch das entschlossene Einschreiten Kalker
BürgerInnen und AntifaschistInnen verhindert worden.
Die Faschisten wollen sich um 12 Uhr an der Haltestelle Kalk-Post treffen.
Auch diesmal gilt es alles zu tun, um den Naziaufmarsch unmöglich zu machen!

10. Dezember – ab 10 Uhr – Haltetstelle Kalk-Post
Infos über twitter: twitter.com/kalkmachtdicht