Archiv der Kategorie 'Rechte Übergriffe/ Aktivitäten'

DAB-PM: Rechte „Borussenfront“ feiert Jubiläum in Innenstadt-Diskothek

Wie aus Neonazi-Szenekreisen bekannt wurde will die rechte Dortmunder Hooligangruppierung „Borussenfront“ am 16. Mai 2012 ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Brisanterweise soll dies nicht an irgendeinem abgelegenen Ort, sondern in einer Diskothek mitten in der Dortmunder Innenstadt stattfinden.

Die „Borussenfront“ war in den 1980er Jahren eine der bekanntesten Hooligangruppierungen. Ihre Mitglieder prügelten sich nicht nur an Spieltagen mit gegnerischen Fans, sondern gingen auch außerhalb des Stadions auf MigrantInnen los. Auch optisch bezog man deutlich Stellung: die Dortmunder Hooligans benutzten dabei auch immer wieder NS-Symbole wie Runenschrift oder den SS-Totenkopf, etwa auf ihren Zaunfahnen oder T-Shirts. Dass dabei nicht nur ein Wille zur Provokation, sondern auch eine durchaus ernstgemeinte politische Einstellung zum Ausdruck kam, lässt sich am besten an der Person Siegfried Roland Borchardt zeigen: „SS-Siggi“ war Mitbegründer der neonazistischen „Kameradschaft Dortmund“ und fungierte früher in der Dortmunder Neonaziszene als Anmelder von zahlreichen Aufmärschen. Er war lange Zeit einer der führenden Köpfe der „Borussenfront“, die ihrerseits wiederum bis in die 90er Jahre hinein das Sagen auf der Dortmunder Südtribüne hatte. Doch spätestens seit ihrer großen “Jubiläumsfeier” zum 20-jährigen Bestehen war es merklich still um die Truppe geworden. Nachdem Ostern 2002 die Feier in Dortmund untersagt wurde, verlegte man die Veranstaltung auf einen Acker bei Kirtorf (Hessen) und reiste spontan mit den 150 Gästen zu dem Konzert der extrem rechten Bremer Band “Kategorie C”. Dort feierte man sich dann schließlich mit bis zu 600 Personen unter der Parole “SS, SA, Borussia” selbst.

„Auch wenn die Borussenfront als Gruppe in der Dortmunder Fanszene wie auch in der extremen Rechten keine große Rolle mehr spielt, hat sie doch immer noch viele Sympathisant_innen unter rechten BVB-Fans und Neonazis über die Dortmunder Stadtgrenzen hinaus. Dass die Borussenfront selbst extrem gewaltbereit ist, hat sie in den letzten 30 Jahren wiederholt unter Beweis gestellt. Von der Gewaltaffinität auch jüngerer neonazistischer BVB-Fans zeugt beispielsweise ein versuchter Angriff auf Gäste der Kneipe Hirsch-Q“, sagt Hannah Piehl, Sprecherin des Dortmunder Antifa-Bündnisses. Piehl weiter: „Eine Party der „Borussenfront“, die eine große Zahl gewalttätiger Neonazis in der Dortmunder Innenstadt versammelt ist eine Bedrohung für alldiejenigen, die sich in der Innenstadt bewegen und nicht ins Menschenbild der Neonazis passen.“

NPD-Stand in Dortmund-Hombruch: Kläglicher Wahlkampfversuch

Am 04. Mai versuchte die NPD im Dortmunder Stadtteil Hombruch um Stimmen bei der kommenden Landtagswahl zu werben. Wie an den Tagen davor unter anderem in Düsseldorf und Bielefeld bauten die16 Neonazis einen Stand auf, zeigten Transparente und versuchten Reden zu halten und Jingles vom Band abzuspielen. Dabei wurden sie jedoch von etwa 30 Antifaschist_innen und Anwohner_innen gestört.

Lautstark wurden die rechten Möchtegern-Politiker_innen angeschrien und mit antifaschistischen Parolen übertönt. Auch für die Flyer der Rechten interessierte sich in Hombruch kaum jemand.
Auch wenn neben dem Essener NPDler Marcel Haliti extra der Parteivorsitzende Holger Apfel aus Sachsen angekarrt wurde – eine erfolgreiche Wahlkampfaktion sieht anders aus.

NPD-Stand in Dortmund-Hombruch

200 Menschen gegen Pro NRW auf der Straße

Etwa 200 Menschen störten am gestrigen Donnerstag, den 03. Mai, eine Wahlkampfkundgebung von Pro NRW. Die sog. „Bürgerbewegung“ mit dem rassistischen Programm tourt seit Ende letzter Woche durch NRW, um ihre Hetze gegen Muslime vor Moscheen im ganzen Land zum Besten zu geben.

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Naziübergriff auf Kneipe nach BVB-Spiel

BildIn der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es vor der Kneipe „Hirsch-Q“ in der Dortmunder Innenstadt zu einem Übergriff mehrerer Neonazis und rechter Fußballfans auf Kneipengäste.

Bereits um ca. 23 Uhr baute sich vor der Kneipe in der Brückstraße eine etwa zehnköpfige Personengruppe auf, die auf Höhe der Straße Helle befindliche Kneipengäste anpöbelte und mit rufen wie „SS, SA, Borussia“ und „Scheiß Antifa“ ihre rechte Gesinnung zeigten. Einige der beteiligten Personen fielen auch durch das Tragen von Kleidung der von Neonazis vertriebenen Kleidungsmarke „Thor Steinar“, sowie Fanbekleidung der rechten Hooligan-Band „Kategorie C“ auf. Die Personengruppe legte sich an einer in der Helle befindlichen Baustelle Flaschen und Baustellenutensilien als Wurfgeschosse bereit, verschwand jedoch nach dem Eintreffen der verständigten Polizei.

Wenige Stunden später, zwischen ein und zwei Uhr nachts, kam es zu einer weiteren Störung durch die Personengruppe, die mittlerweile auf ca. 15 Personen angewachsen war. Mit Holzlatten und anderen zum Teil der Baustelle in der Helle entnommenen Wurf- und Schlagwerkzeugen versuchte die Gruppe, die Gäste der Kneipe anzugreifen. Erst nach dem Eintreffen von Beamten der Polizeihundertschaft flüchteten die Angreifer abermals. Unter anderem durch Flaschenwürfe der rechten Fußballfans wurden mindestens drei Personen, die sich auf der Brückstraße aufhielten leicht verletzt.

Hanna Piehl, Sprecherin des Dortmunder Antifa-Bündnisses, äußert sich wie folgt zu dem Übergriff: „Dieser Vorfall reiht sich in eine lange Liste von geplanten Angriffen auf die ‚Hirsch-Q‘ wie auch auf andere Dortmunder Einrichtungen, die sich gegen Neonazis positionieren, ein.“

Piehl weiter: „Die Angreifer waren durch Kleidung und gerufene Parolen eindeutig als neonazistische Fans des BVB zu erkennen. Nachdem Mitglieder der Ultragruppierung ‚Desperados‘ bereits bei dem Spiel gegen den SV Werder Bremen durch ihre menschenverachtende Gesinnung in Erscheinung getreten sind, zeigt dieser Übergriff einmal mehr, dass es in gewissen Kreisen der Dortmunder Fanszene Anknüpfungspunkte für Neonazis gibt.“

Nazis und der erste Mai

BildDas Gerücht hat sich bestätigt:
Der Dortmunder Polizei liegt eine Anmeldung für eine Nazidemonstration am 1. Mai 2012 in Dortmund vor.
Erneut wollen die Nazis den Arbeiterkampftag für ihre rassistische und nationalistische Propaganda missbrauchen.

Bereits am 1. Mai 2007 demonstrierten etwa 800 Faschist_innen durch Dortmund.
Ihr Fronttransparent trug die Aufschrift: „Ob Dortmund Bielefeld oder Buxtehude, Feind bleibt der ewige Kapitalismus“

Mit dieser abscheulichen Anspielung auf Parolen des NS-Regimes trugen sie ihren offenen Antisemitismus auf die Straßen.

Am 1. Mai 2009 kam es zu einem bundesweiten Skandal, als 400 Nazis die DGB-Demonstration in Dortmund angriffen.
Am Hauptbahnhof versammelt, zogen die 400 Neonazis ohne polizeiliche Begleitung zum Platz der alten Synagoge und griffen die Gewerkschafterdemo im Vorbeistürmen mit Stein-, Flaschen- und Feuerwerkskörperwürfen an.
Manche Nazis kamen der Demo so nah, dass sie mit Fahnestöcken in die Menge schlugen.
Gegen den Kopf der rechten Szene in Dortmund Dennis G. wurde daraufhin ein Ermittlungsverfahren eröffnet, da er den Angriff organisiert und geplant haben soll.

Dennis G. ist vermutlich auch der Anmelder der Demo am 1. Mai 2012
Unter dem Motto „Arbeitsplätze zuerst für Deutsche“ wollen die Nazis durch die nördliche Innenstadt Dortmunds laufen.

Der Naziaufmarsch am 3.9 hat gezeigt, dass ein viele tausend Euro teurer Polizeieinsatz, der nötig ist um einer Nazidemo den Weg frei zu prügeln, mehre hundert verletzte Nazigegner_innen und eine „weltoffene“ Stadt im Ausnahmezustand, in dem sich viele Bürger_innen aus Angst vor den Nazis nicht auf die Straße trauen keine Anlasspunkte für die Stadt Dortmund darstellen einen Naziaufmarsch zu verbieten.

Es liegt also erneut an uns engagierten Antifaschist_innen und Nazigegner_innen, den Nazis einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Denn ein erneuter Erfolg der Nazis wäre nach ihrer Demo am 3. September sehr fatal, da ihr Selbstbewusstsein und damit die Ausmaße der rechten Gewalt parallel mit ihren Demoerfolgen steigen.

Von Nazimorden, Familien die durch kontinuierlichen Terror aus Stadtteilen vertrieben wurden und Jugendlichen die die bis zur Bewusstlosigkeit geprügelt werden hat Dortmund schon alles gesehen.

Doch der Schreck nimmt kein Ende.
Nazidemo folgt auf Nazidemo und rechter Übergriff folgt auf rechten Übergriff.
Dortmund ist bundesweit in der Presse und bundesweit werden die Nazis nach Dortmund reisen, um am 1. Mai gemeinsam mit ihrer Vorbildszene zu demonstrieren.

Doch unser Widerstand ist nicht gebrochen.
Ob im Mai, September, oder an jedem anderen Tag im Jahr werden wir alles daran setzen, die Nazis in ihre Schranken zuweisen!

Aus dem Leben des Sven K.

Wie Neonazi Sven K. zum Totschläger wurde

via DerWesten

Dortmund. Neonazi Sven K. prügelte mit mehreren „Kameraden“ auf zwei Türken in Dortmund ein. Er ist in der rechten Szene ein bekanntes Gesicht. 2005 hatte er einen Punker in der Dortmunder U-Bahn errstochen. Dafür saß er mehrere Jahre im Gefängnis. Jetzt droht ihm eine weitere lange Haftstrafe.

Sven K. ist nicht ­irgendwer in Dortmunds rechter Szene. Er ist ein Totschläger und damit ein gefragter Mann in den falschen Kreisen. Am Wochenende schlug Sven K. gemeinsam mit mehreren „Kameraden“ zwei junge ­Türken in Dortmunds Stadtmitte halbtot.

Erst vor gut einem Jahr wurde Sven K. aus der Haft ent­lassen. Er hatte 2005 einen Punker in der Dortmunder ­U-Bahn erstochen. Angeblich aus Notwehr. Sven K. sollte deswegen sieben Jahre in ­Jugendhaft. Nach fünf Jahren kam er frei. Das war im Herbst 2010. Es hieß, neue Taten seien nicht zu erwarten. Das hatte ein Gutachter geschrieben.

Sven K. hatte keine leichte Kindheit. Seine Eltern trennten sich früh. In der Hauptschule war er schlecht, fiel „wegen massiver Verhaltensauffälligkeiten“ auf, kam auf eine Sonderschule. Am Ende hatte Sven K. so oft Klassen wiederholt, dass er mit einem Abschlusszeugnis der siebten ­Klasse abging. Einen festen Job hatte er danach nie. Ging noch ein wenig auf die Berufsschule, um die Schulpflicht zu erfüllen. Mehr nicht. (mehr…)

Sven K. erneut in Haft

BildAm Samstag den 26.11. kam es zu einem erneuten brutalen Naziübergriff.
Opfer waren zwei Jugendliche, die auf dem Weihnachtsmarkt von sechs Nazis aus der Skinheadfront Dortmund- Dorstfeld angegriffen wurden.
Die Nazis schlugen Flaschen zu und traten mit ihren Stiefeln auf sie ein als sie am Boden lagen.
Die beiden Jugendlichen erlitten Kiefer-Prellungen, Verletzungen an der Nase, Platzwunden, Blutergüsse und Gehirnerschütterungen.

Drei der sechs Angreifer konnten jedoch von der Polizei festgenommen werden.
Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen gefährlicher Körperverletzung mit fremdenfeindlichem Hintergrund.
Unter den festgenommenen Nazis befand sich auch der 24-Jährige Sven K.
K. hatte im Jahr 2005 den Punk Thomas Schulz in Dortmund ermordet und wurde wegen Todschlags verurteilt.
Nach 5. Jahren wurde er vorzeitig entlassen und ist seit dem sowie bei Neonazidemos als auch bei brutalen und bewaffneten Übergriffen auf alternative Jugendliche beteiligt.

Nun sitzt Sven K. wegen dem Verstoß seiner Bewährungsauflagen erneut in Haft.

Erneute Konzertstörung durch Neonazis in Dortmund

BildIn der Nacht zu Sonntag wurde ein Hip-Hop Konzert in der Jugendfreizeitstätte-Hombruch von einem agressiven, bewaffneten Neonazi gestört.

Wir wollen den genauen Tathergang hier protokollieren:

Der 18-jährige wurde schon einmal auf einem vorherigen Konzert in der Jugendfreizeitstätte durch das provokante Tragen von „Thor Steinar“ Kleidung auffällig.
Dieses mal sagte er einem Deutsch-Afrikaner, er habe nicht so viel zu sagen wie er selbst , da seine Familie schon über mehrere Generationen Deutsch sei. Danach verließ er die Räumlichkeiten und beleidigte einige Konzertbesucher_innen die vor der Tür standen.
Der Dortmunder Neonazi stellte sich bewaffnet mit einem Messer und einem Teleskopschlagstock, einige Meter vor die Tür der Räumlichkeiten, und machte einen Hitlergruß.
Die Situation konnte jedoch vorab durch das Einschreiten eines Mitarbeiters deeskalierd werden.

Einige Zeit später, nach Ende des Konzerts wurde der Neonazi ein weiteres Mal auffällig.
Als 12 der Konzertbesucher_innen auf dem Weg zur einer Bahnhaltestelle waren, trafen sie erneut auf den jungen Nazi. Dieser hatte nun Verstärkung dabei. Zusammen mit seinem Bruder, bedrohte er die Konzertbesucher_innen mit jeweils einem Baseballschläger.
Die 12 Personen konnten den beiden Brüdern den Baseballschläger entwenden, sie überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.
Als die Polizei die zwei Täter durchsuchte fanden sie die Stichwaffe mit welcher der 18-jährige vor dem Jugendzentrum hantierte.