Archiv der Kategorie 'Thomas Schulz '

Ermittlungen gegen Polizeibeamte

Wie die Oberstaatsanwaltschaft bestätigt, sind nach der Schmuddel-Gedenkkundgebung am 28.4 nicht nur Ermittlungsverfahren gegen Teilnehmer_innen eingeleitet worde.
Auch gegen einige Polizeibeamte der Dortmunder Hundertschaft wird ermittelt.
Die Kundgebung sollte an den nunmehr 7. Todestag des ermordeten Punks Thomas Schulz erinnern, als Polizist_innen die Teilnehmer_innen massiv angriffen, um nach eigenen Aussagen „Platzverweise durchzusetzen“.
Ein Video dokumentiert die Übergriffe der Beamt_innen:

Antifademo durch Dorstfeld

BildDas Dortmunder Antifa-Bündnis zieht eine positive Bilanz der antifaschistischen Demonstration “Rechte Gewalt unmöglich machen!” durch Dorstfeld. Die kraftvolle und lautstarke Demonstration setzte ein deutliches Zeichen gegen Nazis in Dorstfeld und rechte Alltagskultur. Störungen durch Angehörige der rechten Szene blieben aus, obwohl die Nazis Dorstfeld gerne als “ihren” Stadtteil betrachten.

Weniger zufrieden zeigt das Dortmunder Antifa-Bündnis sich jedoch mit dem Verlauf der Proteste gegen den Naziaufmarsch am Nachmittag. Trotz des neuen Polizeipräsidenten hat sich an der Bereitschaft der Polizei, Neonazis die Straße freizuräumen, nichts geändert. Effektiver Protest, der über das Herumstehen an Polizeisperren hinausgeht, wird auch unter Norbert Wesseler verhindert.

Enttäuschend ist weiterhin, dass die Polizei nicht gegen fotografierende Neonazis vorgeht. Immer wieder hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass die Neonazis Bilder von antifaschistischen Demonstrationen zur Vorbereitung ihrer Überfälle benutzen. Antifaschist_innen, die sich dagegen mit Tüchern und Sonnenbrillen schützen wollen, werden von der Polizei mit Strafanzeigen bedroht. Darüber hinaus versuchte die Polizei rechtswidrigerweise, Zivilpolizisten innerhalb der antifaschistischen Demonstration einzusetzen. Der Versuch misslang, da Demonstrationsteilnehmer_Innen auf die Zivilpolizisten aufmerksam wurden und diese enttarnen konnten.

Insgesamt gingen am heutigen Samstag über 1.000 Menschen gegen den Naziaufmarsch auf die Straße. Angesichts der Polizeistrategie, lediglich symbolische Störaktionen zuzulassen, konnte der Naziaufmarsch nicht verhindert werden. Als Fazit des Tages kann festgehalten werden, dass auch der neue Polizeipräsident nicht bereit ist, wirkungsvoll gegen Nazistrukturen und Naziaufmärsche in Dortmund vorzugehen.

Paradigmenwechsel bei „Schmuddel“-Demo am 31.03. in Dortmund

Am 28. März 2005 wurde der Punk Thomas „Schmuddel“ Schulz von dem damals 17-jährigen Neonazi Sven Kahlin ermordet, weil Thomas die rechten Sprüche des Naziskins nicht unkommentiert stehen lassen wollte. Kurz darauf demonstrierten mehr als 4.000 Antifaschist_innen in Dortmund gegen Neonazis. Dazu hatte ein breites Bündnis antifaschistischer Gruppen aufgerufen. Seither organisieren Dortmunder Antifaschist_innen jedes Jahr eine Demonstration in Gedenken an Thomas Schulz, an der regelmäßig mehrere Hundert Personen teilnehmen. Der alljährliche Aufzug zum Monatswechsel vom März zum April ist weitläufig auch als „Thomas-Schulz-Gedenkdemo“ oder kurz „Schmuddel“-Demo bekannt.

Im Zuge der Nachbereitung der jährlichen Demonstrationen und der Reflexion unserer Erinnerungspolitik, wurde zunehmend eine Diskrepanz zwischen unseren Ansprüchen und Zielvorstellungen auf der einen Seite und der praktischen Entwicklung und öffentlichen Wahrnehmung der Demo, auf der anderen Seite wahrnehmbar. Wir wollen deshalb im Folgenden begründen, weshalb wir die kommende Demo im März 2012 nicht mehr als „Thomas-Schulz-Gedenkdemo“ verstanden wissen wollen.

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Aus dem Leben des Sven K.

Wie Neonazi Sven K. zum Totschläger wurde

via DerWesten

Dortmund. Neonazi Sven K. prügelte mit mehreren „Kameraden“ auf zwei Türken in Dortmund ein. Er ist in der rechten Szene ein bekanntes Gesicht. 2005 hatte er einen Punker in der Dortmunder U-Bahn errstochen. Dafür saß er mehrere Jahre im Gefängnis. Jetzt droht ihm eine weitere lange Haftstrafe.

Sven K. ist nicht ­irgendwer in Dortmunds rechter Szene. Er ist ein Totschläger und damit ein gefragter Mann in den falschen Kreisen. Am Wochenende schlug Sven K. gemeinsam mit mehreren „Kameraden“ zwei junge ­Türken in Dortmunds Stadtmitte halbtot.

Erst vor gut einem Jahr wurde Sven K. aus der Haft ent­lassen. Er hatte 2005 einen Punker in der Dortmunder ­U-Bahn erstochen. Angeblich aus Notwehr. Sven K. sollte deswegen sieben Jahre in ­Jugendhaft. Nach fünf Jahren kam er frei. Das war im Herbst 2010. Es hieß, neue Taten seien nicht zu erwarten. Das hatte ein Gutachter geschrieben.

Sven K. hatte keine leichte Kindheit. Seine Eltern trennten sich früh. In der Hauptschule war er schlecht, fiel „wegen massiver Verhaltensauffälligkeiten“ auf, kam auf eine Sonderschule. Am Ende hatte Sven K. so oft Klassen wiederholt, dass er mit einem Abschlusszeugnis der siebten ­Klasse abging. Einen festen Job hatte er danach nie. Ging noch ein wenig auf die Berufsschule, um die Schulpflicht zu erfüllen. Mehr nicht. (mehr…)

Thomas Schulz ist nicht vergessen

BildAuch in diesem Jahr fand in Dortmund eine kraftvolle Demonstration zum Gedenken an den vor sechs Jahren ermordeten Punk Thomas Schulz statt.
Am 2.4. um 16 Uhr versammelten sich mehrere hundert Antifaschist_Innen bei sonnigen 23 Grad am Dortmunder Hauptbahnhof.

Nach der Auftaktkundgebung, die den Mord an Thomas, den politischen Kontext und die Situation in Dortmund thematisierte, zogen die etwa 600 bis 700 Menschen lautstark über den Königswall und dann in die Dortmunder Nordstadt. (mehr…)

Kundgebung im Gedenken an Thomas Schulz

BildEtwa 150 Antifaschist_innen gedachten gestern am U-Bahnhof Kampstraße Thomas “Schmuddel” Schulz. Der Punker war am 28.03.2005 von Sven Kahlin – einem Dortmunder Neonazi – an der Haltestelle in der Dortmunder Innenstadt erstochen worden.

In Redebeiträgen

wurde sowohl an die Tat erinnert, als auch über aktuelle neonazistische Gewalttaten berichtet. Besonders hervor sticht dabei der letzte Angriff auf die Kneipe Hirsch-Q im Dezember des vergangenen Jahres, an dem sich auch der zwischenzeitlich aus der Haft entlassene Mörder von Thomas Schulz beteiligte. (mehr…)

Das schulden wir Thomas

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Zum 6. Mal nähert sich nun der Todestag von Thomas Schulz. Auch 6 Jahre nach dem Mord arbeiten örtliche Antifaschist_Innen an der der Gedächtnisarbeit für den Dortmunder Punk, der am Ostermontag den 28.03.2005 von einem Neonazi in einer U-Bahnstation in der Innenstadt erstochen wurde.
Ein Wortgefecht eskalierte, der angetrunkene Thomas bemerkte nicht wie der damals 17-Jährige Nazi Sven Kahlin ein Messer zog. Kahlin stach Thomas Schulz das Messer ins Herz. Dieser erlag kurze Zeit später seinen schweren Verletzungen.
Er hinterließ zwei Kinder.
Noch in derselben Woche brachten 4000 Antifaschist_Innen ihre Trauer und ihren Protest in Dortmund zum Ausdruck.

Jedes Jahr fanden an Thomas Todestag eine Gedenkkundgebung, sowie eine Antifademo am folgenden Wochenende statt. Der Tatablauf an der Kampstraße wurde wieder und wieder beschrieben und die Umstände analysiert.
Unser Wunsch nach einer Stadt ohne Fremdenhass und rechtsradikaler Gewalt ist heute größer denn je, und auch dieses Jahr werden wir der Stadt zeigen, dass wir Thomas nicht vergessen haben. (mehr…)

Demo gegen rechte Moerder in Dortmund

Am 29.9.2010 fand unter dem Motto „Keine Rückzugsräume für rechte Mörder!“ eine Demonstration gegen das sogenannte „Nationale Zentrum“, ein von Neonazis angemietetes Ladenlokal an der Rheinischen Straße, statt. Anlass war die vorzeitige Haftentlassung von Sven Kahlin, einem Dortmunder Neonazi, der im Jahr 2005 den Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz mit einem Messer erstach. (mehr…)