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No fairplay for fascists!

Die Stadt Dortmund auf Tuchfühlung mit Neonazis

Das Naziproblem in Dortmund wurde Jahre lang von der Stadt geleugnet, rechten Demonstrationen wurde regelmäßig der Weg geebnet und der rechte Versandhandel „Resistore“ des Dennis G. wurde sogar von der Stadt subventioniert.
Rechte Übergriffe werden immer wieder von der Justiz ignoriert oder trotz Beweisen nicht aufgeklärt.
Die Konsequenz: Die Nazis erklärten Dortmund zu „Ihrer Stadt“ und den Stadtteil Dorstfeld zur „National befreiten Zone“.
Sie schüchtern politische Gegner_innen ein, attackieren alle Menschen die nicht in ihr Weltbild passen und legen einen angsteinflößenden Aktionismus an den Tag.
Die traurige Bilanz des rechten Terrors sind neben hunderten Opfern von Übergriffen und Einschüchterungsversuchen fünf Todesopfer.
Durch die Skandalisierung des Themas durch lokale Antifaschist_innen sowie zahlreicher Opfer ist Dortmund bundesweit in den Nachrichten und die Stadt gerät unter Zugzwang.
Doch der eher symbolische Protestcharakter der Politik ist nicht sehr erfolgreich und besteht größten Teils aus Selbstinszenierung und Phrasengedresche.

Da kann man doch drüber Reden…

Der nächste „offensive“ Streich gegen rechts ist ein Projekt der multilateral academy welches die Stadt mit 300.000 Euro unterstützt.

Es ist wirklich kaum zu glauben welch realitätsfernes und weltfremdes Bild die Stadt Dortmund von Neonazis noch heute hat, denn das Konzept des Projekts heißt Diskussion und gemeinsame Arbeit mit „rechtsextrem orientierten Jugendlichen“. (mehr…)

Demonstration – Wir können auch anders!

Wir können auch anders – Widerstand gegen Cops, Staat und Repression

Immer da wo Menschen sich den Verhältnissen von Herrschaft und Ausbeutung widersetzen, steht ihnen ein riesiges Aufgebot der Polizei gegenüber, das mit Schlagstöcken, Reizgasen, Hundestaffeln und auch Schusswaffen auftritt.
Am internationalen Tag gegen Polizeibrutalität werden aus diesem Grund tausende Menschen auf die Straßen gehen.

Auch in Dortmund besteht Anlass dazu.
Der Polizeieinsatz am 3. September 2011 zeigte einmal mehr mit welcher Brutalität Nazigegner_innen attackiert werden.
Der flächendeckende Einsatz von chemischen Kampfstoffen, die gegen alle Menschen eingesetzt wurden, die die Nazidemo behindern wollten, verletzte hunderte Menschen und kontaminierte ganze Straßenzüge.

Wie gefährlich Pfefferspray ist, zeigt der Tod eines 32-Jährigen Dortmunders, der am 23. Juni 2010 nach dem Einsatz des Reizgases durch die Polizei getötet wurde.

Ein weiteres Todesopfer aus Dortmund ist der 23-Jährige Dominique Kouamadio, der am 14. April 2006 im Stadtteil Eving von der Polizei erschossen wurde. Auf der ganzen Welt gehen staatliche Organe brutal gegen fortschrittliche und emanzipatorische Kräfte vor.

Doch Repression tritt nicht nur in Form von körperlicher Gewalt auf.
Neben dieser ausführenden Gewalt gibt es auch eine gesetzgebende und eine richtende Gewalt, die ebenfalls dazu dienen die staatliche Macht aufrecht zu halten.
Wir müssen leider feststellen, dass unser gesamtes Leben durch Gewalt bestimmt wird.
In jeder Phase unseres Lebens gibt es Menschen die die Macht dazu haben ihren Willen gegen unseren per Gewalt durchzusetzen.
Aus Angst vor Bestrafung und weiteren Folgen akzeptieren wir diese Autoritäten.

Erst durch die Akzeptanz der staatlichen Gewalt wird dieser ihre Legitimität verliehen.
Deshalb sehen wir in der Ablehnung der staatlichen Gewalt einen ersten Schritt hin zu einer befreiten Gesellschaft.
Gewalt und Unterdrückung dürfen nicht akzeptiert werden.
Wir fordern ein schönes Leben für alle Menschen.
Für ein solches Leben in Abwesenheit von Herrschaft und struktureller Gewalt brauchen wir keine Regierungen, keine Monarchen und keine Religionen.
Wir brauchen lediglich unsere Mitmenschen.
Wir wollen daran arbeiten die Ablehnung von Herrschaft und Repression zu verstärken, die Diskussion in die Gesellschaft und den Protest auf die Straßen zu tragen.

Auf die Straße? Na, aber sicher!
Es ist an uns der Welt zu zeigen, dass es auch anders geht!

| 17.03.2012 | 17:30 Uhr | Dortmund HBF |

Den gesamten Aufruf zur Demo findet ihr hier.

Was geht mich das an?

Am 17. Januar startet die Veranstaltungsreihe “Was geht mich das an?” des Dortmunder Antifa-Bündnisses (DAB) in das Jahr 2012. Thema der kommenden Veranstaltung lautet: “Kein 10. Opfer!”? – Nationalsozialistischer Untergrund, Rechtsterror und die Rolle des Staates. Die ReferentInnen sind MitarbeiterInnen des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums Berlin (apabiz) und haben diesen Vortrag in Kooperation mit anderen antifaschistischen Projekten erarbeitet. Kooperationspartner für diese Veranstaltung ist das Forum gegen Rassismus Campus Dortmund. Veranstaltungsort ist das Dietrich-Keuning-Haus (in der Nähe vom HBF-Nordausgang). Die genaue Uhrzeit folgt in den nächsten Tagen.

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Blitzkrieg gegen Nazis

BildEine unerwartete Neujahrsüberraschung bereiteten Hacker_innen aus dem Umfeld der Gruppe Anonymous den Nazis aus ganz Deutschland.

Mehrere Hundert Unterstützer_innen, Mitglieder_innen und Spender_innen der NPD fanden ihre Daten zum Start 2012 im Internet wieder.
Die Seite präsentiert das Projekt „Blitzkrieg“ welches sich zur Aufgabe gemacht hat den deutschen Nazis auch im neuen Jahr das Leben schwer zu machen.
Die NPD hat sich zu dem Vorfall bisher nicht geäußert.

Unter den betroffenen Nazis sind auch drei Dortmunder dabei, deren Namen, Adressen und Telefonnummern nun auf der Website nazi-leaks.net zufinden sind.

In diesem Sinne wünschen wir allen Nazigegner_innen ein erfolgreiches und antifaschistisches Jahr und stellen euch den von Anonymous geschaffenen Handlungsraum gerne vor…

Nazis und der erste Mai

BildDas Gerücht hat sich bestätigt:
Der Dortmunder Polizei liegt eine Anmeldung für eine Nazidemonstration am 1. Mai 2012 in Dortmund vor.
Erneut wollen die Nazis den Arbeiterkampftag für ihre rassistische und nationalistische Propaganda missbrauchen.

Bereits am 1. Mai 2007 demonstrierten etwa 800 Faschist_innen durch Dortmund.
Ihr Fronttransparent trug die Aufschrift: „Ob Dortmund Bielefeld oder Buxtehude, Feind bleibt der ewige Kapitalismus“

Mit dieser abscheulichen Anspielung auf Parolen des NS-Regimes trugen sie ihren offenen Antisemitismus auf die Straßen.

Am 1. Mai 2009 kam es zu einem bundesweiten Skandal, als 400 Nazis die DGB-Demonstration in Dortmund angriffen.
Am Hauptbahnhof versammelt, zogen die 400 Neonazis ohne polizeiliche Begleitung zum Platz der alten Synagoge und griffen die Gewerkschafterdemo im Vorbeistürmen mit Stein-, Flaschen- und Feuerwerkskörperwürfen an.
Manche Nazis kamen der Demo so nah, dass sie mit Fahnestöcken in die Menge schlugen.
Gegen den Kopf der rechten Szene in Dortmund Dennis G. wurde daraufhin ein Ermittlungsverfahren eröffnet, da er den Angriff organisiert und geplant haben soll.

Dennis G. ist vermutlich auch der Anmelder der Demo am 1. Mai 2012
Unter dem Motto „Arbeitsplätze zuerst für Deutsche“ wollen die Nazis durch die nördliche Innenstadt Dortmunds laufen.

Der Naziaufmarsch am 3.9 hat gezeigt, dass ein viele tausend Euro teurer Polizeieinsatz, der nötig ist um einer Nazidemo den Weg frei zu prügeln, mehre hundert verletzte Nazigegner_innen und eine „weltoffene“ Stadt im Ausnahmezustand, in dem sich viele Bürger_innen aus Angst vor den Nazis nicht auf die Straße trauen keine Anlasspunkte für die Stadt Dortmund darstellen einen Naziaufmarsch zu verbieten.

Es liegt also erneut an uns engagierten Antifaschist_innen und Nazigegner_innen, den Nazis einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Denn ein erneuter Erfolg der Nazis wäre nach ihrer Demo am 3. September sehr fatal, da ihr Selbstbewusstsein und damit die Ausmaße der rechten Gewalt parallel mit ihren Demoerfolgen steigen.

Von Nazimorden, Familien die durch kontinuierlichen Terror aus Stadtteilen vertrieben wurden und Jugendlichen die die bis zur Bewusstlosigkeit geprügelt werden hat Dortmund schon alles gesehen.

Doch der Schreck nimmt kein Ende.
Nazidemo folgt auf Nazidemo und rechter Übergriff folgt auf rechten Übergriff.
Dortmund ist bundesweit in der Presse und bundesweit werden die Nazis nach Dortmund reisen, um am 1. Mai gemeinsam mit ihrer Vorbildszene zu demonstrieren.

Doch unser Widerstand ist nicht gebrochen.
Ob im Mai, September, oder an jedem anderen Tag im Jahr werden wir alles daran setzen, die Nazis in ihre Schranken zuweisen!

KALK MACHT DICHT!

banner 10.12

Kalk macht WIEDER dicht! Den Naziaufmarsch am 10.12.2011 unmöglich machen!

Am Samstag den 10.12.2011 wollen militante Neonazis von den
sogenannten „Freien Kräften Köln“ eine Demonstration in Köln-Kalk
abhalten. Anmelder ist der Pulheimer Neonazi-Führer Axel Reitz. Reitz
ist nicht nur einer der bundesweit führenden Neonazis, sondern soll
laut einem WDR-Bericht auch Kontakte zu den mordenden Neonazis aus
Zwickau gehabt haben. Es ist eine ungeheure Provokation, dass Neonazis
und mutmäßliche Unterstützer der rechtsterroristischen NSU durch den
alternativen und migrantisch geprägten Stadtteil Köln-Kalk marschieren
wollen. Bereits am 19.11. war eine Demo der extrem rechten sogenannten
Bürgerbewegung „Pro Köln“ durch das entschlossene Einschreiten Kalker
BürgerInnen und AntifaschistInnen verhindert worden.
Die Faschisten wollen sich um 12 Uhr an der Haltestelle Kalk-Post treffen.
Auch diesmal gilt es alles zu tun, um den Naziaufmarsch unmöglich zu machen!

10. Dezember – ab 10 Uhr – Haltetstelle Kalk-Post
Infos über twitter: twitter.com/kalkmachtdicht

Always remember – the 6th. of december!

BildAuf der ganzen Welt sterben jedes Jahr hunderte Menschen durch massive Polizeigewalt.
Vom Erschießen in angeblicher Notwehr, dem Suizid in Polizeigewahrsam, dem Ersticken durch Pfefferspay oder so genannten unbekannten oder natürlichen Todesursachen, welche oft Erwürgen oder Totschlagen umschreiben, sind die Todesursachen sehr verschieden.
Am 6. Dezember 2008 war es ein junger Anarchist, der in Griechenland von einem Polizisten erschossen wurde.
Alexandros Grigoropoulos wurde nur 15 Jahre alt.

Nach dem Bericht von Augenzeug_innen befanden sich Alexandros und ein paar Freunde auf dem Weg zu einer Feier in dem eher alternativen Athener Stadtteil Exarchia.

Drei Augenzeug_innen sprechen von mehreren Schüssen, die der Polizist ohne Vorwarnung auf Alexandros abfeuerte.
Andere berichten von einer vorherigen verbalen Auseinandersetzung zwischen den Jugendlichen und den Polizisten, aufgrund der ein Polizist seine Waffe zog und Alexandros erschoss. (mehr…)

Aus dem Leben des Sven K.

Wie Neonazi Sven K. zum Totschläger wurde

via DerWesten

Dortmund. Neonazi Sven K. prügelte mit mehreren „Kameraden“ auf zwei Türken in Dortmund ein. Er ist in der rechten Szene ein bekanntes Gesicht. 2005 hatte er einen Punker in der Dortmunder U-Bahn errstochen. Dafür saß er mehrere Jahre im Gefängnis. Jetzt droht ihm eine weitere lange Haftstrafe.

Sven K. ist nicht ­irgendwer in Dortmunds rechter Szene. Er ist ein Totschläger und damit ein gefragter Mann in den falschen Kreisen. Am Wochenende schlug Sven K. gemeinsam mit mehreren „Kameraden“ zwei junge ­Türken in Dortmunds Stadtmitte halbtot.

Erst vor gut einem Jahr wurde Sven K. aus der Haft ent­lassen. Er hatte 2005 einen Punker in der Dortmunder ­U-Bahn erstochen. Angeblich aus Notwehr. Sven K. sollte deswegen sieben Jahre in ­Jugendhaft. Nach fünf Jahren kam er frei. Das war im Herbst 2010. Es hieß, neue Taten seien nicht zu erwarten. Das hatte ein Gutachter geschrieben.

Sven K. hatte keine leichte Kindheit. Seine Eltern trennten sich früh. In der Hauptschule war er schlecht, fiel „wegen massiver Verhaltensauffälligkeiten“ auf, kam auf eine Sonderschule. Am Ende hatte Sven K. so oft Klassen wiederholt, dass er mit einem Abschlusszeugnis der siebten ­Klasse abging. Einen festen Job hatte er danach nie. Ging noch ein wenig auf die Berufsschule, um die Schulpflicht zu erfüllen. Mehr nicht. (mehr…)